1. torgranate
  2. Verbandsliga
  3. Verbandsliga Nord

74 Minuten Rasen, 50 Minuten Unterbrechung, 16 Minuten Kunstrasen

Erstellt:

Von: Steffen Kollmann

Trainer Anton Römmich (rechts) erlebte mit der SG Bad Soden ein kurioses Spiel – mit unbefriedigendem Ende.
Trainer Anton Römmich (rechts) erlebte mit der SG Bad Soden ein kurioses Spiel – mit unbefriedigendem Ende. © Charlie Rolff

Ein Spiel, was man nicht so schnell vergessen wird, lieferten sich die SG Bad Soden und der Lichtenauer FV in der Verbandsliga. Aber weniger aufgrund des 2:4 (0:2)-Endergebnisses.

Das Kuriose: Das Spiel zwischen der SG Bad Soden und dem Lichtenauer FV begann auf dem Rasenplatz, ehe die Partie nach 74 Minuten aufgrund eines Gewitters für 30 Minuten unterbrochen wurde. Dann war der Rasenplatz komplett unter Wasser und wurde von der Stadt gesperrt, es musste zunächst gecheckt werden, ob es auf dem Kunstrasen weitergehen könnte. Fast 50 Minuten dauerte die Unterbrechung insgesamt, da sich die Mannschaften nach der langen Zeit noch kurz wieder erwärmen durften.

Lange Unterbrechung und Spielortwechsel bei der SG Bad Soden

Und fast hätte das Spiel am Bornweg eine komplette Wendung genommen. Mit einem 0:3 und einem Mann weniger gingen die Sprudelkicker in die Unterbrechung, ehe es auf dem Kunstrasen fast nochmal spannend wurde. Doch Marcel Trägler verpasste das 2:3, Lichtenau traf im direkten Gegenzug zur Entscheidung. „Ich bin absolut unzufrieden mit dem, was wir in der ersten Halbzeit abgeliefert haben. Da muss sich jeder hinterfragen. Ich bin maßlos enttäuscht, gerade von den Führungsspielern, die da nicht vorangehen“, ärgerte sich Sodens Trainer Anton Römmich.

Lichtenau stand von Beginn an tief, schaltete stark um und profitierte von einem frühen Führungstreffer, als der kleine Mathias Gonzalo Tadeis Gambetta per Kopf traf. Niklas Zeller und Daniele Fiorentino verpassten den Ausgleich, ehe Lichtenau nach einem Sodener Fehler im Zentrum erhöhte. Nach der Pause waren die Sprudelkicker zwar deutlich verbessert, kassierten aber das 0:3 und zu allem Überfluss zog Ex-Profi Kevin Pezzoni noch unnötig die Notbremse. „Es sind erst zehn Spiele absolviert, wir haben genug Zeit, das Ruder rumzureißen. Vielleicht erleben wir noch einen Goldenen Oktober“, zeigte sich Römmich kämpferisch.

SG Bad Soden: Aulbach; Demuth, Mezini, Memeti, Zeller, Ehlert, Fiorentino, Neiter, Gavric, Pezzoni, Kymlicka.
Lichtenauer FV: Bantis; Schneider, Mimbala, Orschel, Koch, Cucu, Antoniuc, Tadeis Gambetta, Fondos, Dietz, Rusu.
Schiedsrichter: Tim Binstadt (TG 1865 Bessungen).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Mathias Gonzalo Tadeis Gambetta (5.), 0:2 Mathias Gonzalo Tadeis Gambetta (22.), 0:3 Leon Koch (64.), 1:3 Christoph Neiter (77.), 1:4 Alexandru Cucu (85.), 2:4 Kevin Demuth (86., Foulelfmeter).
Rote Karte: Kevin Pezzoni (Bad Soden) wegen einer Notbremse (67.).
Besonderes Vorkommnis: Das Spiel wurde wegen eines Gewitters für gut 50 Minuten unterbrochen (74.).

Auch interessant