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90.+5: Soden lässt erneut Federn

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Lukas Ehlerts Treffer langte der SG Bad Soden nicht. Foto: Ralph Kraus
Lukas Ehlerts Treffer langte der SG Bad Soden nicht. © Ralph Kraus

Wie schon in der Vorwoche führte Fußball-Verbandsligist Bad Soden auch an Spieltag elf bis zur 90. Minute. Wieder reichte es nicht zum Sieg. Dieser wurde der SG beim 1:1 in der Nachspielzeit im Habichtswald vom FSV Dörnberg entrissen.

Glücklicher Punkterfolg für die Nordhessen, bitteres Unentschieden für die Gäste – auf diese kurze Fazit-Formel brachten sowohl die neutralen Zuschauer als auch Sodens Trainer Anton Räömmich die Partie nach dem Schlusspfiff. „Wir haben verpasst, das 2:0 nachzulegen und den Sack zu zumachen”, sagte Römmich, dessen Team auf Platz drei (hinter dem CSC 03 Kassel) abrutschte.

Im Vergleich zum 3:3 gegen Barockstadt II hatte der Trainer der „Sprudelkicker“ die Startaufstellung im 4-2-3-1 auf zwei Positionen geändert: Für Jan Rintelmann und Merdin Adem begannen Kevin Demuth und Philipp Blam. Nach einem dicken Knöchel aus dem Training musste Rintelmann noch unmittelbar nach dem Warmmachen im Bergstadion passen. Bad Soden startete mit viel Ballbesitz, aber mit wenig Tormöglichkeiten. Bei einer Doppelchance rettete Marco Aulbach die Kurstädter zweimal vor dem Rückstand (29.). Der SG-Torwart parierte sowohl einen Kopfball von Dominik Richter als auch einen Fallrückzieher des FSV-Sechsers.

Nach der Pause ging Bad Soden mehr Risiko, presste hoch und wollte die Dörnberger zuFehlern zwingen, die bis dato aggressiv und ohne Angst in die Zweikämpfe gegangen waren. Nach einer Flanke von Jaroslav Kymlicka stand Lukas Ehlert am zweiten Pfosten richtig und traf mit einem Volleyschuss mit seinem schwächeren rechten Fuß zur Sodener Führung (68.). Das 1:0 der Gäste brachte Dörnbergdurcheinander, aber die SG konnte davon insofern nicht profitieren, dass sie folgerichtig auf 2:0 erhöhte. Drei Konter spielte der Topfavorit nicht entschieden genug zu Ende. Bei einem Heber von Betim Mezini verhinderte die Latte das zweite Tor (85.).

Dörnberg hingegen gab nie auf – auch nicht als der souverän leitende Schiedsrichter Nico Konrad vier Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte. Dann drang Florian Müller mit viel Tempo in den Sodener Strafraum ein, der eingewechselte Alexander Okyere ließ ihn über die Bein-Klinge springen. Nachdem die 270 Zuschauer bereits in einigen Situation vorher schon Elfmeter gefodert hatten, gab es diesen nun. Rico Lotzgeselle verwandete für Dörnberg zum 1:1 (90.+5). Die Partie wurde danach nicht mehr angepfiffen. „Wir haben uns zu sehr auf die jeweils nächste Chance verlassen. Wir müssen den Sieg noch mehr wollen”, kritisierte Anton Römmich die Leistung seiner Mannschaft und blickte schon auf den nächsten Spieltag. „Im Topspiel gegen den CSC müssen wir in der Tabelle nun was korrigieren.” / sar

Die Statistik:

SG Bad Soden: Aulbach – Demuth, Pezzoni, Blam, Kymlicka – Neiter (46. Huhn), Mezini – Ehlert (90. Ilir), Pospischil (70. Okyere), Martinez Bizocho – Fiorentino.
FSV Dörnberg: Bergner – Bergmann, T. Dauber, Gunkel, Lotzgeselle – K. Richter (80. Grigat), D. Richter (67. Dombai) – D. Dauber, Hansch – Müller, Stück.
Schiedsrichter: Nico Konrad (Tuspo Rengershausen).
Zuschauer: 270.
Tore: 0:1 Lukas Ehlert (68.), 1:1 Rico Lotzgeselle (90.+5, Foulelfmeter).

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