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„Genau der Grund, warum ich hier bin“

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Von: Steffen Kollmann

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Andre Vogt gibt mittlerweile die Richtung beim SV Flieden vor. © Jonas Wenzel

Drei Spiele, drei Siege, Tabellenplatz eins. Gerade nach der recht holprigen Vorbereitung hatten nicht alle dem SV Flieden diesen Start in die Verbandsliga-Saison zugetraut. Nun kommt es gegen den Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr) zum Derby und Spitzenspiel.

Seit vier Jahren begegnen sich beide Vereine regelmäßig auf Augenhöhe, stiegen bereits gemeinsam in die Hessenliga auf – oder wie in der Vorsaison ab. Der direkte Vergleich seit 2018 spricht für die Buchonia, die vier der sechs Duelle gewann – der HSV nur zwei. An die vergangenen Aufeinandertreffen erinnert sich Andre Vogt deshalb nur ungern zurück, trug er bis zum Sommer noch das Hünfelder Trikot. Viel Kontakt zu ehemaligen Mitspielern hatte der Neu-Fliedener noch nicht, zumal mit Sebastian Alles (Eichenzell) und Christoph Sternstein (Bronnzell) enge Bezugspersonen ebenfalls gewechselt sind.

SV Flieden: Andre Vogt mit viel Respekt vor dem Hünfelder SV

Das ein oder andere Bier mit den früheren Kollegen soll es am Sonntagabend aber dennoch geben. Für das Spiel selbst hat Vogt dagegen keine besonderen Vorsätze: „Als ich jünger war, waren die Spiele gegen die Ex-Clubs noch extrem besonders, da wollte ich immer etwas Spezielles machen. Deshalb war ich aber meist nicht gut“, sagt der 26-Jährige, der Respekt vor dem Gegner hat. Besonders das 5:0 in Bronnzell war eine Ansage, der HSV hat die Auftaktniederlage in Dörnberg prima weggesteckt.

Noch besser lief es für die Fliedener, die nach drei knappen Siegen von der Tabellenspitze grüßen. Das jüngste 4:3 gegen Vellmar war spielerisch die beste Partie, gerade die ersten beiden Treffer durch Jaron Krapf und Vogt – jeweils vorbereitet durch Marc Götze – waren super herausgespielt. Aber es gab auch einige kritische Phasen zu überstehen. Und wie zum Saisonauftakt gegen Sand (3:2) musste die Buchonia einen Rückstand drehen. „Diese Heimspiele waren typisch Flieden. Sie sind genau der Grund, warum ich hierher gewechselt bin. Es herrscht eine geile Mentalität, die Jungs geben sich nie auf.“

Mit zwei Treffern in zwei Spielen – das Auswärtsspiel in Wabern verpasste er berufsbedingt – war auch der Einstand des Offensivspielers vielversprechend. Große Töne möchte Vogt aber noch nicht spucken: „Nach sieben, acht Spielen können wir den ersten Schnitt machen. Es wird vor allem darauf ankommen, gegen schwächere Gegner wenig liegen zu lassen“, weiß der Neu-Fliedener um die Situation in der Liga, die Minimum eine Hand voll potenzielle Aufstiegskandidaten zählt.

SG Johannesberg sucht Konstanz

Zu diesen zählt die SG Johannesberg eher nicht – wenngleich keine Mannschaft zum Start mehr Treffer erzielt hat. Genauso viele Tore wie vorne gab es aber hinten, weshalb die Bilanz bisher ausgeglichen daherkommt. Für Anton Balz und Co. geht es morgen (15.30 Uhr) gegen Lichtenau nun darum, die nötige Konstanz herzustellen. Zeitgleich spielt der FC Eichenzell gegen den noch sieglosen Aufsteiger Wabern und möchte den dritten Sieg im vierten Spiel.

Am Sonntag (15 Uhr) ist dann die SG Ehrenberg gefordert – eine von drei punktlosen Mannschaften. Gegner Vellmar wartet ebenfalls noch auf den ersten Sieg, hat aber den Anspruch, ganz oben mitzuspielen. Dort könnte auch die U23 der SG Barockstadt landen, die bislang gut von oben verstärkt wurde. Gegen Schlusslicht Sand sollte es aber auch ohne Unterstützung klappen.

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