Ob Meik Voll mit Florian Storch (in blau) planen kann, ist mehr als fraglich. Foto: Charlie Rolff
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Ob Meik Voll mit Florian Storch (in blau) planen kann, ist mehr als fraglich.

"Anton die Zweifel ins Gesicht bringen"

Nachdem der FSV Thalau durch die knappe 2:3-Niederlage gegen CSC Kassel etwas Mut gesammelt haben dürfte, schoss der SSV Sand die Thalauer Moral durch das 7:1 wieder in den Keller. Nun kündigt sich in Bad Soden (Samstag, 15 Uhr) das nächste Verbandsliga-Schwergewicht an.

Nach der zehnten Saisonniederlage verließ der FSV-Tross die Sander Höhe nicht fluchtartig, sondern verbrachte den späten Nachmittag dort. "Wir sind länger in Sand sitzen geblieben und haben als Mannschaft noch ein, zwei Kisten zusammen getrunken", sagt Trainer Meik Voll. "Als Mannschaft" ist der Teil des Satzes, der Voll am wichtigsten ist. Denn trotz der nächsten deutlichen Niederlage steht Thalau zusammen. Das Team schultere die Situation aktuell sehr gut, betont der FSV-Trainer.

Dass Bad Soden die Mannschaft sein wird, die trotz drei Unentschieden in Serie erstmals über Thalau stolpern wird, würde Voll als faustdicke Überraschung einstufen. "Das ist nicht im Ansatz der Gegner, mit dem wir uns messen wollen. Wir wollen lange die Null halten und Anton Römmich die Zweifel ins Gesicht bringen", sagt Voll. Derzeit sei, aufgrund von Verletzungen und Schichten, die Konkurrenzsituation im Kader nicht gegeben, um die letzten Prozente herauszukitzeln, die es benötigt, um Bad Soden tatsächlich ins Stolpern zu bringen. Wie es der FSV Dörnberg vor gut zwei Wochen beim 1:1 gegen den Dritten geschafft hat.

Die Verletzungen von Christopher Schenkel, Thomas Weichlein und Florian Storch haben Voll übler getroffen als die Niederlage gegen Sand. Es wird ein Rennen mit der Zeit, ob das Trio, oder Teile davon, gegen Bad Soden einsatzfähig sind. Da Philipp Mötzung wohl ebenfalls ausfallen wird, muss Thalau seine Startelf erneut umbauen. Zumindest Nikolas Leinweber kehrt zurück.

Roth: "Brauchten nicht das emotionale Ereignis"

Ein wichtiger Spieltag für die SG Barockstadt II. Da die Konkurrenz in der unteren Tabellenhälfte beinahe ausschließlich gegeneinander spielt, könnte die Truppe von Florian Roth gegen Türkgücü Kassel (Sonntag, 15 Uhr) mit dem zweiten Sieg in Folge ein Polster schaffen. "In den kommenden Wochen spielen wir gegen viele direkte Konkurrenten. Da wollen wir das Maximum herausholen", sagt Roth, der den 2:0-Erfolg gegen Hombressen/Udenhausen nicht als Befreiungsschlag werten will: "Wir brauchten nicht das eine emotionale Ereignis. Wir haben die Wochen davor gut trainiert und auch nicht schlecht gespielt, es war einfach an der Zeit."

Mit Türkgücü Kassel erwartet Roth eine technisch starke Mannschaft, die in den vergangenen Wochen durch Siege den Sprung aus den Abstiegsplätzen geschafft hat, gegen Weidenhausen und Lichtenau zuletzt aber verlor. Entsprechend werden drei Punkte auch das Ziel von Türkgücü sein. Personell wird sich die Lage bei der SGB etwas entspannen, da Maurice Weitzel und Niclas Hartwig haben ihre Sperren abgesessen, zudem hat die A-Jugend spielfrei.

Die drei weiteren osthessischen Verbandsligisten, Ehrenberg, Johannesberg und Eichenzell, sind am Wochenende auf Reisen. Ehrenberg trifft in Willingen (Samstag, 15 Uhr) auf ein weiteres formstarkes Team aus dem Tabellenkeller, das sich mit zuletzt zwei Siegen aus den Abstiegsplätzen gekämpft hat. Johannesberg hat mit dem Lichtenauer FV (Samstag, 15.30 Uhr) nach dem Befreiungsschlag gegen Sandershausen eine schwierige Aufgabe zu bewältigen, während Eichenzell am Sonntag (15 Uhr) in Weidenhausen die 0:4-Niederlage gegen Lichtenau aus den Kleidern schütteln muss.