Bei Standards hatte Eichenzell (rechts Mehmet Bagci) Probleme gegen Vellmar um Serkan Aytemür. Foto: Kevin Kremer
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Bei Standards hatte Eichenzell (rechts Mehmet Bagci) Probleme gegen Vellmar um Serkan Aytemür.

Bei Ecken brennt es lichterloh

Durch Standards zum Erfolg. Der OSC Vellmar hat mit einem 3:1 (1:1)-Erfolg beim FC Eichenzell seinen starken Saisonstart in der Verbandsliga ausgebaut. Die Britannia hielt gegen den OSC lange gut mit, erwischte jedoch in der Offensive keinen guten Tag und war bei Ecken zweimal entscheidend zweiter Sieger.

Vellmar kam mit der Empfehlung eines Traumstarts nach Eichenzell. Zwölf Punkte aus vier Spielen, 12:1-Tore. Entsprechend favorisiert ging der Gast in die Partie und kam dieser Erwartungshaltung in der Anfangsphase nach. Bei einer Ecke hatte die Eichenzeller Defensive Egli Milloshaj nicht auf dem Schirm, der relativ unbedrängt aus kurzer Distanz zur Führung für den OSC einköpfte (8.). Selbiges erlebte die Britannia in der Schlussphase mit anderem Darsteller, diesmal traf Serkan Aytemür nach einer Ecke (79.). „Das macht dich kaputt und das ist ärgerlich. Ein Standardtor weniger und ich glaube, dass das 3:1 nicht fällt“, resümierte Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger. In der Schlussphase hatte Patrick Broschke, der erkältet in die Partie ging und dennoch 90 Minuten durchspielte, noch die große Gelegenheit zum Ausgleich, fand aber in OSC-Torhüter Tobias Orth seinen Meister (83.).

Der Gegentreffer zum 0:1 hinterließ bei den Britannen, bei denen Sebastian Körner in der Schlussphase sein Debüt gab und der andere Steinbacher Zugang Kubilay Kücükler noch Tribünengast war, Spuren. Der OSC schnürte die Hausherren in der Defensive ein, verpasste aber das 2:0. So fiel der Ausgleichstreffer für die Britannen etwas aus dem Nichts. Spielertrainer Sonnenberger fand mit einem starken Flugball Mehmet Bagci, dessen Hereingabe Leonard Müller noch nicht im Tor unterbrachte, aber Jonathan Müller den Abstauber verwertete (34.). „Wir sind etwas schlafmützig reingekommen, Vellmar hat sehr viel Gas gegeben. Wir wussten, dass das passiert, aber mussten uns erstmal sortieren“, sagte Sonnenberger über die Anfangsphase seiner Mannschaft.

Auch der Treffer Müllers zeigte Wirkung, denn wirklich gefährlich wurde Vellmar lange Zeit nicht mehr. Die Abwehr der Eichenzeller stand recht sicher, allerdings wirkte sich dies auf Kosten der Offensive aus. Tayyip Akkilinc blieb als einzige Sturmspitze blass, der für ihn eingewechselte Benedikt Rützel fand ebenso wenig ins Spiel. Spielmacher Broschke dribbelte sich häufig fest. Entsprechend bekam Vellmar Oberwasser, legte nach dem Treffer zum 2:1 noch die Entscheidung durch Milloshaj nach (88.) und baut seinen famosen Saisonstart weiter aus. Für die Britannen bleibt die Erkenntnis, ein gutes Spiel gemacht zu haben, in Johannesberg am Sonntag jedoch punkten zu müssen.

Die Statistik

FC Eichenzell: Schwarz; Bagci (82. Schlensog), Schneider, Sonnenberger, Gutberlet (70. Körner) - Ströder, G. Müller - L. Müller, Broschke, J. Müller - Akkilinc (56. Rützel).
OSC Vellmar: Orth; Siebert, Trump, Welker, Ziegler - Milloshaj (90. Lesser), Weingarten, Möller - Akman (70. Utsch), Aytemür, Demaj (61. Werner).
Schiedsrichter: Volker Höpp (FSV Dauernheim).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Egli Milloshaj (8.), 1:1 Jonathan Müller (34.), 1:2 Serkan Aytemür (79.), 1:3 Egli Milloshaj (88.).

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