Moritz Schäfer (rechts, gegen Eichenzells Jonathan Müller) gehörte zuletzt zu den zahlreichen Ausfällen bei Ehrenberg. Foto: Kevin Kremer
+
Moritz Schäfer (rechts, gegen Eichenzells Jonathan Müller) gehörte zuletzt zu den zahlreichen Ausfällen bei Ehrenberg.

Bloß nicht wieder dem Gegner anpassen!

Mit dem 2:1-Erfolg des FC Eichenzell unter der Woche bei Top-Favorit Bad Soden hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet. Ein anderes Spiel kommt nun auf die Britannia zu, Sonntag (15 Uhr) geht es zum Verbandsliga-Derby bei der SG Ehrenberg.

Vor der Partie in Wüstensachsen weiß Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger: „Es ist zwar eine Phrase, aber viel Wahrheit steckt drin: Der Sieg gegen Bad Soden ist nur halb so viel wert, wenn wir am Sonntag nicht nachlegen“, unterstreicht der 30-Jährige, der mit seiner Truppe einen wichtigen Schritt machen könnte. Bei einem Dreier hätte die Britannia 14 Punkte aus acht Spielen und sich damit erst einmal ordentlich von den Abstiegsrängen distanziert.

Doch Sonnenberger ist keineswegs verloren geblieben, dass sich sein Team gegen Abstiegskandidaten bislang deutlich schwerer tat als in den anderen Spielen. „Wir haben uns häufig dem Niveau des Gegners angepasst. Da müssen wir auf der Hut sein, zumal Ehrenberg es jedem Gegner zuhause schwer machen kann.“ Dass sein Team in jedem Spiel die richtige Einstellung an den Tag legt, daran arbeitet Sonnenberger in den Trainingseinheiten hin. Daher passt es dem Spielertrainer sehr gut, nach dem Ehrenberg-Spiel mal keinen Einsatz unter der Woche zu haben.

Personell dürfte Eichenzell eine ähnliche Truppe wie beim 2:1 in Soden ins Rennen schicken. Die SG Ehrenberg hatte zuletzt deutlich größere Personalprobleme. Mit Keeper Simon Voll, Innenverteidiger Moritz Schäfer und Außenverteidiger Felix Beck fehlte zuletzt die komplette Defensivachse, offensiv fielen Maurus Klüber, Niklas Theisen und Julius Brehl aus. Dazu kommt Marius Bublitz, der mit seinen Toren in der vergangenen Saison die Lebensversicherung war, aus diversen Gründen aber nur ganz wenige Trainingseinheiten absolvieren konnte und so noch torlos ist.

„Wir gehen auf dem Zahnfleisch. Mit Eichenzell kommt jetzt ein Gegner zu uns, der sicherlich andere Qualitäten und Ambitionen hat, das zeigen allein die jüngsten Transfers. Trotzdem ist in jedem Spiel etwas möglich“, unterstreicht SGE-Trainer Sebastian Vollmar, der zuletzt ordentliche Auftritte seiner Mannschaft sah, nun soll auch das Ergebnis passen.

Fehlt Roth gesperrt?

Mit Vollmar sowie Sonnenberger und Eichenzells Co-Trainer Maximilian Füg treffen sich derweil drei Coaches, die eine Vergangenheit beim JFV Viktoria Fulda haben. Dort arbeitete auch Florian Roth, der mit Barockstadt II am Samstag (16.45 Uhr) Sand empfängt. In der Johannisau steigt die Partie im Anschluss an das Hessenliga-Spiel der ersten Mannschaft. Roth wünscht sich mehr Konstanz, ein Sieg konnte bislang nie bestätigt werden. „Das junge Alter der Jungs trägt seinen Teil dazu bei. Wir brauchen diese Konstanz, sonst könnte es eine turbulente Serie werden“, warnt Roth. Personell fehlen einige Spieler, darunter Mittelfeldmann Keanu Banh sowie der gesperrte Linus Wittke. Ob Roth nach seiner Roten Karte gegen Sandershausen selbst gesperrt ist, stand gestern noch nicht fest. Roth wurde für ein nicht identifiziertes Fehlverhalten der Bank bestraft. „Ich muss zugeben, in dieser Nacht habe ich ganz schlecht geschlafen. Ich kannte diese Regel nicht. Hoffentlich werde ich jetzt nicht auch noch gesperrt“, so Roth.

Wie reagiert Thalau und Soden?

Ebenfalls am Samstag (16 Uhr) ist Johannesberg bei der FSG Gudensberg im Einsatz. Ein wichtiges Spiel für die SGJ, schließlich stehen beide derzeit auf möglichen Abstiegsplätzen. Dort steht auch der FSV Thalau, das Schlusslicht möchte nach der 0:9-Klatsche gegen Barockstadt II eine Reaktion zeigen. Sonntag (15 Uhr) geht es auf den Dörnberger Kunstrasen. Spannend auch, wie sich Bad Soden nach der ersten Saisonniederlage präsentieren wird. Für die Sprudelkicker geht es zum Topspiel nach Weidenhausen (Samstag, 16.30 Uhr).