Während Stanislav Szilagyi (rechts) Thalau fehlen wird, muss sein ehemaliger Schützling Johannes Kreis mit Johannesberg nach Vellmar. Foto: Charlie Rolff
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Während Stanislav Szilagyi (rechts) Thalau fehlen wird, muss sein ehemaliger Schützling Johannes Kreis mit Johannesberg nach Vellmar.

Das allerletzte Aufgebot

Nach gerade einmal einem Spieltag pfeifen einige Verbandsligisten personell bedingt bereits aus dem letzten Loch. Zum Beispiel tritt der FSV Thalau mit dem allerletzten Aufgebot zum Heimspiel gegen Willingen (Samstag, 16 Uhr) an.

Reserve muss dem FSV helfen

Lukas Kress, Philipp Mötzung, Marcel Martinez und Christian Schäfer sind im Urlaub. Nikolas Leinweber fehlt schichtbedingt, Stanislav Szilagyi aus privaten Gründen. Ersatzkeeper Daniel Schüßler ist verletzt. Somit bleiben Trainer Meik Voll nur zehn Feldspieler und zwei Torhüter aus dem Erstmannschafts-Kader übrig, drei Spieler aus der Reserve werden aushelfen. Die fünf Gegentore in Überzahl in Johannesberg hat der FSV aufgearbeitet, aufgrund der personellen Lage bleibt die Erwartungshaltung gegen ebenfalls punktlose Willinger aber überschaubar: „Wenn bei uns alles gut läuft, können wir vielleicht was mitnehmen – wenn beim Gegner viel schlecht läuft“, sagt Voll.

Legt Britannia personell nach?

Mit großen Personalsorgen hat auch Eichenzells neuer Spielertrainer Sebastian Sonnenberger zu kämpfen, der zu Gast bei Hombressen/Udenhausen ist (Sonntag, 15 Uhr). Ob die Britannia deshalb personell nochmal nachlegt? „Wir halten die Ohren offen, suchen aber nicht händeringend“, betont Sonnenberger, der nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Sand optimistisch ist. „Wir haben gesehen, dass wir in jedem Spiel etwas holen können, wenn wir an unsere Leistungsgrenze kommen.“

Helfen Quarantäne-Fälle der SGE?

Dass Sand aufgrund von vier Quarantäne-Fällen große Personalsorgen hatte, gehört zur Wahrheit dazu. Samstag (15.30 Uhr) gegen Ehrenberg wird das Quartett ebenfalls fehlen – eine Chance für die SGE? „Sand hat immer noch eine gute Mannschaft und andere Ambitionen als wir. Und bei uns fehlen auch fünf Mann“, spielt Vollmar auf die Ausfälle von Stammspielern wie Verteidiger Moritz Schäfer und Angreifer Julius Brehl an.

Karamatic könnte gesperrt fehlen

Zeitgleich mit Ehrenberg ist Johannesberg im Einsatz. Ebenfalls in Nordhessen, ebenfalls bei einem starken Gegner. Vellmar gewann am ersten Spieltag genau wie die SGJ. „Sie gehören seit vielen Jahren zu den Top-Mannschaften der Liga. Aber wir haben beim Sieg gegen Thalau Moral bewiesen und Selbstvertrauen getankt“, unterstreicht Trainer Zeljko Karamatic. Neben dem gesperrten Ibrahima Samb fehlen Regisseur Niklas Zeller, bei dem ein MRT über die Schwere der Verletzung entscheiden muss, und Außenverteidiger Kirche Ristevski, der wohl nur dieses eine Spiel passen wird. „Zahlenmäßig werden wir die Ausfälle kompensieren, aber Niklas können wir nicht eins zu eins ersetzen“, sagt Karamatic, der nach seiner Roten Karte selbst gesperrt sein könnte. Johannesberg behält sich aber vor, Einspruch gegen eine mögliche Sperre einzulegen.

Roth freut sich auf ein Topspiel

Das vermeintliche Topspiel steigt derweil am Sonntag (15 Uhr) in Lehnerz, wo Barockstadt II Weidenhausen empfängt. Für die jungen Hausherren ein guter Gradmesser gegen viele abgezockte Hasen. „Auf diese Spiele freue ich mich am meisten, daraus kann ich die besten Erkenntnisse ziehen“, sagt Trainer Florian Roth, der wie beim Sieg in Willingen Spieler aus der U19 einbinden möchte. Startet allerdings die Saison in der A-Junioren-Hessenliga, soll dort die Priorität liegen.

Römmich erwartet erneutes "Offensivspektakel"

Nach dem 7:0 gegen Türkgücü erwartet Anton Römmich auch gegen Gudensberg (Sonntag, 15 Uhr) ein „Offensivspektakel“. Doch Sodens Trainer ist gewarnt: „Gudensberg verteidigt leidenschaftlich, schaltet über schnelle Flügel gut um und dürfte fitter sein als unser letzter Gegner.“ Die Sperre von Alexander Okyere ist abgelaufen, jetzt ist der Außenverteidiger ebenso erkältet wie Mittelstürmer Daniele Fiorentino. Adem Merdin ist aus dem Urlaub zurück, der Flügelspieler wird jedoch die Reserve beim KOL-Derby in Huttengrund verstärken.