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Ehlert fliegt, Soden siegt

1:4 im Oktober 2014, 2:2 im August 2018, 1:2 im September 2019. Fuhr die SG Bad gen Hohe Rhön und musste – stets als Favorit – bei der SG Ehrenberg ran, sprang bislang wenig bis nichts heraus. Und diesmal? Diesmal langte es dank des späten 2:1 (0:1)-Erfolgs auf der Zielgeraden für einen glücklichen Dreier.

Glücklich, weil die „Sprudelkicker“ das Spiel gar in Unterzahl erst in den letzten sechs Minuten drehten. Zunächst hatte der eingewechselte Rechtsverteidiger Alexander Okyere nach einem Querschläger durch Ehrenbergs Julian Keidel den Ball urplötzlich vor den Füßen und bediente sein Pendant auf links, Jaroslav Kymlicka (84.), dann nutzte Bad Soden die x-te Standard doch noch: die Ecke trat einmal mehr Christian Pospischil, Jan-Niklas Rintelmann machte den Ball für den umjubelten Siegtorschützen Christoph Neiter scharf (90.).

In der Halbzeitpause, die sich aufgrund von Nachstreuarbeiten über 35 Minuten erstreckte, hatte sich das noch nicht angedeutet. Denn Ehrenberg spielte famos auf: Im 4-1-4-1-System überstand Ehrenberg eine frühe Drangphase der Gäste, war dann aber mindestens gleichwertig und hätte höher als 1:0 führen können.

Die Führung erzielte Vasyl Kosovan bei seinem Startelfdebüt: Sein traumhafter Freistoß aus 26 Metern landete halbhoch im rechten Toreck. Mit allem Risiko und viel Wucht hatte er geschossen (28.). Und eben jener 30-jähriger Italiener, hätte vor der Pause für eine Art Vorentscheidung sorgen können, als er von Julius Jestädt auf die Reise geschickt worden war, aber den Abschluss leicht verzog (35.). Bad Soden hatte hingegen massive Probleme in die Zweikämpfe zu kommen und den Gegner anzulaufen, erst die Umstellung in der Halbzeitpause zum gewohnten 4-2-3-1-System half zu einem, wie Soden-Coach Anton Römmich beschrieb, „dann doch verdienten Sieg, auch wenn gerade die erste Halbzeit nicht gut war“.

Diesen hatte jeder vor dem Spiel erwartet, vielleicht auch deswegen sagte SGE-Coach Sebastian Vollmar nach dem Spiel, „dass für uns die Leistung und nicht das Ergebnis im Fokus stand, aber der Spielverlauf dann einfach extrem bitter war.“ Die Leistung seiner Mannschaft war stark, der Druck des Gegners in der zweiten Halbzeit zu groß.

Selbst in Unterzahl: Lukas Ehlert kam gegen Ehrenbergs Kapitän Felix Beck mit offener Sohle und hohem Tempo zu spät. Rot war die Konsequenz und für Beck vielleicht eine längere Pause. Dick bandagiert wurde er in die Kabine geführt. Auftreten konnte er nicht. „Fällt er länger aus, ist dass noch schlimmer als die verlorenen Punkte“, brachte Vollmar seinen „gebrauchten Tag“ auf den Punkt.

Die Statistik:

SG Ehrenberg: Voll; Jestädt, Keidel, Heil, Beck (80. Bublitz) – Kemmerzell – Bleuel (54. Diel), Klüber, Bambey, Scheffler (75. Stumpf) – Kosovan.
SG Bad Soden: Aulbach; Demuth (63. Okyere), Huhn, Pezzoni, Kymlicka – Neiter – Ehlert, Illir (46. Rintelmann), Pospischil (90.+1 Becker), Krapf – Martinez Bizocho.
Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Phoenix Düdelsheim).
Zuschauer: 170.
Tore: 1:0 Vasyl Kosovan (28.), 1:1 Jaroslav Kymlicka (84.), 1:2 Christoph Neiter (90.).
Rote Karte: Lukas Ehlert (Bad Soden) wegen groben Foulspiels (78.).

Rubriklistenbild: © Foto: Kevin Kremer

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