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Hält das Rhöner Bollwerk gegen Gonnermann und Co.?

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Während Lucas Breunig (links) und Ehrenberg auf das nächste Zu-Null-Spiel hoffen, winkt Niklas Odenwald und Johannesberg der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Foto: Charlie Rolff
Während Lucas Breunig (links) und Ehrenberg auf das nächste Zu-Null-Spiel hoffen, winkt Niklas Odenwald und Johannesberg der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. © Charlie Rolff

Der vorletzte Spieltag vor der Winterpause wird für einige Verbandsligisten richtungsweisenden Charakter haben. Denn in der Tabelle geht es äußerst eng zu, Rang 7 und 15 trennen nur vier Punkte.

Johannesberg winkt Nichtabstiegsplatz

Entsprechend wichtig ist das Heimspiel der SG Johannesberg, die derzeit auf Rang 15 steht, gegen den Tabellensiebten Dörnberg (Sonntag, 14.30 Uhr). „Obwohl wir mit dem Sieg bei Barockstadt II keinen Platz gutgemacht haben, kommen diese drei Punkte richtig zur Geltung, wenn wir Sonntag nachlegen“, weiß SGJ-Trainer Zeljko Karamatic, dessen Truppe bei einem Dreier der Sprung auf einen Nichtabstiegsrang winkt. Die starken Auftritte in den jüngsten vier Spielen machen jedenfalls Mut, wenngleich „nur“ sechs Punkte dabei heraussprangen.

Sein erstes Verbandsliga-Tor erzielte jüngst der 20-jährige Lukas Schwarz, den der Trainer in höchsten Tönen lobt: „Berufsbedingt kann er nicht oft trainieren, sonst hätte er mehr gespielt. Aber er bringt alles mit, ist zweikampfstark und schießt als Verteidiger jetzt auch noch Tore. Mehr kann man sich als Trainer nicht wünschen.“

Um die Schwere der Aufgabe weiß Karamatic vor dem Dörnberg-Spiel: „Uns ist bewusst, was für ein unangenehmer Gegner das ist“, betont Karamatic. Der FSV verlor nur eins der vergangenen acht Spiele und hat sich aus dem Keller raus gearbeitet.

Ehrenberg hat sich gefunden

In einer ähnlich guten Form befindet sich die SG Ehrenberg, dir nur eins der jüngsten sechs Begegnungen verlor – und in allen anderen zu Null spielte. „Die Abläufe funktionieren besser, die Mannschaft hat sich gefunden. Das macht sich in den Ergebnissen bemerkbar. Aber auch vorher war nicht alles schlecht“, unterstreicht SGE-Trainer Sebastian Vollmar.

Dass es in Wüstensachsen gegen Weidenhausen (Sonntag, 14.30 Uhr) einer ähnlich guten Defensivleistung wie zuletzt bedarf, ist dem Übungsleiter angesichts Spielern wie Sören Gonnermann oder Jan Gerbig bewusst. Das jüngste 0:0 in Lichtenau hat jedenfalls gezeigt, dass Ehrenberg auch gegen die Topteams bestehen kann. „Um deine Ziele zu erreichen, musst du konstant punkten. Das werden wir gegen Weidenhausen ebenfalls versuchen“, sagt Vollmar, der um den Einsatz des angeschlagenen Offensivmanns Marius Bublitz bangt.

Mit Pospischil ins Topspiel?

Die SG Bad Soden jagt derweil den OSC Vellmar: Die Nordhessen grüßen in der Verbandsliga Nord vom „Platz an der Sonne“. Sie stehen dort, wo die SG Bad Soden am Ende der Saison sein will. Am Samstag (14.30 Uhr) kommt es im Vellmarer Stadion an der Heckershäuser Straße zum Treffen der Topfavoriten auf den Meistertitel.

Bad Soden, das einen Fanbus anbieten wird, geht nach dem spielfreien Wochenende ausgeruht in den Tophit. Ein Vorteil? SG-Trainer Anton Römmich: „Das weiß man erst danach. Aber die Woche hat uns gut getan. Die Pause war gut für das Teambuilding. Einige haben ihre Wehwehchen auskuriert.“ Hinter dem erkälteten Rechtsaußen Lukas Ehlert steht ebenso ein Fragezeichen wie hinter Spielmacher Christian Pospischil. „Christian wird in den nächsten Tagen Papa, da kommt es ganz einfach auf den Tag an, ob er spielen wird.“ Dennoch hat Römmich genug Alternativen, um in Vellmar zu bestehen. „Ich hoffe, dass es mir die Jungs bis Samstag richtig schwer machen bei der Aufstellung.“

Eichenzeller Lazarett

Eine Spitzenmannschaft ist zeitgleich in Eichenzell zu Gast: der Zweite CSC Kassel. Nach vier Spielen in Folge ohne Sieg hat die Britannia ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge eingebüßt – und nach ihren Roten Karten in Dörnberg fehlen zu allem Überfluss die Leistungsträger Patrick Broschke (vier Spiele Sperre) und Kubilay Kücükler (drei). Dazu hat sich Lars Schlensog das Kreuzband gerissen, er wurde am Mittwoch operiert. Alexander Ganß hat sich das Innenband im Knie gerissen, Ferhat Yildiz fällt mit einer Schambeinentzündung auf unbestimmte Zeit aus. Allerdings liefen die jüngsten Spiele gegen den CSC richtig gut für Eichenzell: Jeweils auswärts gab es in den vergangenen beiden Spielzeiten einen 3:0- und 5:0-Sieg.

Der FSV Thalau tritt am Sonntag (15.30 Uhr) erstmals in seiner Historie beim SV Türkgücü Kassel an, der vergangene Woche auf einen Abstiegsrang gerutscht ist. Das möchte Barockstadt II unbedingt vermeiden und braucht deshalb im Auswärtsspiel beim Vorletzten Gudensberg (Sonntag, 14.30 Uhr) drei Punkte.

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