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Hochkaräter nicht genutzt: Ehrenberg patzt gegen Dörnberg

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Julian Keidel hatte einige rassige Zweikämpfe in der Ehrenberger Innenverteidigung zu führen. Foto: Charlie Rolff
Julian Keidel hatte einige rassige Zweikämpfe in der Ehrenberger Innenverteidigung zu führen. © Charlie Rolff

Zum zweiten Mal in Folge trafen die SG Ehrenberg und der FSV Dörnberg zum Auftakt der Verbandsliga Nord aufeinander. Nach dem torlosen Remis im Vorjahr siegten nun die Nordhessen mit 2:1 (1:1).

Wie unnötig, wie bitter diese Niederlage für die Rhöner ist, vermochte Trainer Sebastian Vollmar nicht sagen. Musste er auch nicht, die hochkarätigen Chancen, die seine Elf vergab, waren aussagekräftig genug. Ehrenberg war nicht unbedingt die bessere Mannschaft, dafür hatte Dörnberg das Gros an Spielanteilen. Doch dafür brannte es, wenn die SGE denn mal in den gegnerischen Strafraum kam. Beispiele gefällig? Sven Bambey eroberte kurz nach Wiederanpfiff den Ball, machte Meter und verzog aus bester zentraler Position. Der Querpass auf Christoph Neidhardt hätte wohl das 2:1 bedeutet. Und in noch besserer Position war nach 68 Minuten Maurus Klüber. Im Fünfmeterraum fiel ihm der Ball vor die Füße – wie er den drüber schießen konnte, bleibt ein Rätsel.

Und so war es bezeichnend, wie Dörnberg zum Siegtreffer kam. Ein komplett unnötiges Foul an der Seitenlinie, die Flanke lenkte Daniel Heil ins eigene Netz (72.). In der Schlussphase wurde sichtbar, dass den Rhönern die Mittel fehlen um einen kompakt stehenden Gegner zu bespielen. Julius Brehl versiebte einen weiteres dickes Ding freistehend am zweiten Pfosten (88.). Simon Voll verhinderte zuvor das 1:3 gegen Florian Müller (84.). "Wir haben es einfach nicht geschafft, unsere Abschlüsse aufs Tor zu bringen. Das ist der ausschlaggebende Punkt. Es hat am Ende der letzte Tick gefehlt", resümierte Vollmar.

Dass der Sieg für die Gäste dennoch in Ordnung geht, sah auch der SGE-Trainer. Denn an guten Gelegenheiten scheiterte es für die Nordhessen ebenfalls nicht. Die recht Offensive Aufstellung der Vollmar-Elf – im 4-1-4-1-Systen war die Zentrale mit den Stürmern Maurus Klüber und Marius Bublitz besetzt – wusste der FSV einige Male auszuhebeln. Pascal Kemper scheiterte doppelt aussichtsreich in der Anfangsphase, der Führungstreffer von Sandro Bätzing (26.) war deshalb verdient. Aber Ehrenberg antwortete prompt: Bublitz führte einen Freistoß schnell aus, Niklas Diel vernaschte rechtsaußen seinen Gegenspieler und in der Mitte schob Bastian Stumpf ein (28.). Kemper wurde zudem in allerletzter Sekunde von Heil geblockt (58.) und ein indirekter Freistoß eine Minute später aus 15 Metern versiebte in der Mauer.

Die Statistik:

SG Ehrenberg: Voll; Hartung, Heil, Keidel, Beck – Bambey – Diel, Bublitz (65. Kemmerzell), Klüber, Stumpf (76. Bleuel) – Neidhardt (50. Brehl).
FSV Dörnberg: Schaub; Gunkel, T. Dauber, D. Richter, Lotzgeselle – Hansch, K. Richter – D. Dauber, Bätzing (88. Dietz), Müller – Kemper.
Schiedsrichter: Felix Berger (TSV Herleshausen).
Zuschauer: 280.
Tore: 0:1 Sandro Bätzing (26.), 1:1 Bastian Stumpf (28.), 1:2 Daniel Heil (Eigentor, 72.).

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