Thomas Hütsch wird Thalau gegen Eichenzell mit Frank Schlieck interimsweise betreuen. Foto: Charlie Rolff
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Thomas Hütsch wird Thalau gegen Eichenzell mit Frank Schlieck interimsweise betreuen.

Hütsch fordert ein ganz anderes Gesicht

Der letzte Spieltag der Verbandsliga im Jahr 2021 hält zwei Osthessen-Derbys bereit. Besonders spannend wird zu sehen sein, wie sich Thalau gegen Nachbar Eichenzell im Spiel eins nach Meik Voll schlägt.

Nach dem Rücktritt des 46-Jährigen am Dienstag im Anschluss an die 1:10-Klatsche bei Türkgücü Kassel haben mit Frank Schlieck und Thomas Hütsch zwei langjährige Thalauer interimsweise übernommen. Hütsch leitete das erste Training am Mittwoch, der Ex-Coach von Motten und Rönshausen sowie frühere Sportliche Leiter beim FSV konnte einige positive Aspekte mitnehmen.

„Es liegt noch ein richtig interessantes Spiel vor uns. Die Spieler waren gut bei der Sache und freuen sich auf das Spiel“, betont Hütsch, der zuletzt nur stiller Beobachter, bei der zweistelligen Niederlage in Kassel aber nicht vor Ort war. „Meik hat hier alles höchst professionell hinterlassen und eine richtig gute Arbeit gemacht. Als früherer Trainer und Spieler kann ich mich gut in die Lage der Jungs versetzen, die vielen Niederlagen steckt man nicht so einfach weg. Aber es ist auch ein Stück weit normal, dass man jetzt neugierig auf Neues ist“, sagt der Interimstrainer.

Sonnenberger warnt, ist aber auch selbstbewusst

Deshalb gehe es nach 15 Spielen mit nur einem Punkt gegen Eichenzell in erster Linie nicht um das Ergebnis, sondern die Art und Weise des Auftritts: „Die Spieler müssen sich an die eigene Nase fassen und hinterfragen, ob sie genug getan haben, um die zehn Gegentore in der Vorwoche zu verhindern. Es geht für mich darum, dass die Mannschaft alles gibt und so lange wie möglich dafür kämpft, kein Gegentor zu kassieren. Wir müssen ein ganz anderes Gesicht zeigen“, fordert Hütsch. Der 2:1-Sieg in Eichenzell im Vorjahr spiele keine Rolle, zu verschieden seien die Situationen.

Der Kader wird ähnlich aussehen wie am vergangenen Wochenende, ebenso wie bei Eichenzell, wo Ex-Thalauer Patrick Broschke unter anderem gesperrt fehlen wird. FCB-Spielertrainer Sebastian Sonnenberger ist jedenfalls gewarnt: „Thalau wird extrem heiß sein gegen uns und versuchen, sich im letzten Heimspiel positiv zu verabschieden. Das wird nicht so einfach, wie es auf dem Papier vielleicht aussieht.“ Trotzdem gehen Sonnenberger und Co. selbstbewusst ins Derby, da die Leistungen zuletzt gepasst haben – nur die Ergebnisse angesichts von fünf Spielen und einem Punkt nicht.

Holt Roths Truppe erstmals etwas daheim?

Zeitgleich zum Spiel in Thalau steigt am Sonntag um 14.30 Uhr das Duell zwischen Barockstadt II und Ehrenberg. Im achten Heimspiel geht es für die SGB-Reserve darum, erstmals etwas Zählbares in Lehnerz zu behalten. Die bisherigen sieben Heimspiele gingen verloren, da Barockstadt II aber die beste Auswärtsmannschaft stellt, reicht es dennoch zu einem Platz im Tabellenmittelfeld.

„Wir liefern inhaltlich, zuhause stimmen aber die Ergebnisse nicht. Der Lernprozess meiner Spieler ist noch lange nicht abgeschlossen“, betont Trainer Florian Roth, der zudem immer wieder – und auch am Sonntag – mit wechselnden Kadern klarkommen muss. So sei eine Weiterentwicklung im Mannschaftsverbund schwer. Wohl dem allerdings, der bei Ausfällen auf die Qualitäten eines A-Junioren-Hessenligisten zurückgreifen kann. Mit Robin Fabinski erzielte beim Sieg in Gudensberg ein A-Junior sein erstes Verbandsliga-Tor. „Wir gehen gestärkt aus der letzten Partie und hoffen, die Hinrunde mit 23 Punkten abzuschließen zu können und somit die drei Zähler in Lehnerz zu behalten“, betont Roth.

Vor einem schwierigen Auswärtsspiel steht derweil die SG Johannesberg. Gibt es beim Spitzenreiter CSC Kassel keinen Sieg, wird die Karamatic-Truppe das Jahr als Drittletzter beschließen. Auf einen Johannesberger Erfolg hofft Bad Soden, die SG will ihrerseits mit einem Dreier gegen Hombressen/Udenhausen (Samstag, 16 Uhr) den Kontakt an die Top drei herstellen.