Jonas Simon Hünfelder SV
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Jonas Simon absolvierte in der Hinrunde 15 Spiele für den Hünfelder SV.

Jonas Simon verfolge Profi-Traum in Gladbach

Mit 12 Jahren das Elternhaus verlassen

Ein lehrreiches Halbjahr liegt hinter Jonas Simon. Der Mittelfeldspieler des Hünfelder SV nutzte die ruhige Zeit um den Jahreswechsel, um sich mit der Hinrunde zu beschäftigen.

Dank des gewonnenen Spitzenspiels gegen den FSV Dörnberg überwintert der HSV auf Platz eins. Trotz Leistungen, die vor allem Mitte der Hinrunde äußerst schwankend waren. „Wir stehen am Ende verdient oben und können zufrieden sein. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Jeder ist gewillt, einige Prozentpunkte draufzupacken und Fehler abzustellen“, sagt Simon, der im Sommer aus der U19 von Carl-Zeiss Jena kam.

Jonas Simon sieht Hünfelder SV verdient an der Verbandsliga-Spitze

Die Fehler, die Simon anspricht, liegen in erster Linie in den Ergebnissen. Bis auf die Hinspiel-Niederlagen gegen Dörnberg und Flieden kassierte Hünfeld drei seiner fünf Niederlagen gegen Mannschaften, die auf einem Abstiegsplatz überwintern. Doch auch der Blick in andere Statistiken lohnt bei der Fehlersuche für den HSV: Neun Platzverweise bedeuten Negativ-Wert in der Verbandsliga. Simon stellt keine Ausnahme dar: „Wir müssen schlauer und cleverer in die Zweikämpfe gehen, da nehme ich mich nicht aus. Ich gestehe mir die Fehler ein, die Roten Karten musste ich am Ende nicht umsonst verkraften.“

Im letzten und im nächsten Spiel sitzt Simon noch eine Rotsperre ab, am ersten Spieltag sah der 19-Jährige die Ampelkarte. „Es zeigt, dass jeder in die Zweikämpfe gehen will. Es geht aber darum, einen Mittelweg zu finden und die nötige Aggressivität beizubehalten. Mit Blick auf die Rückrunde müssen wir uns bessern, weil uns in wichtigen Spielen sonst zu viele Spieler fehlen“, sagt der Mittelfeldspieler. Simon spricht den Aufstieg in die Hessenliga nicht offensiv als Ziel aus, Platz eins im Verlauf der Rückrunde abzugeben passt aber ebenso nicht zu seinen Ambitionen.

Jonas Simon verlässt sein Elternhaus mit 12 Jahren

Mit diesen war der 19-Jährige bereits im Kindesalter konfrontiert, zog im Alter von 12 Jahren zu Hause aus und wechselte in die Jugendabteilung von Jena. „Das habe ich aber sehr gut verkraftet und hatte nie große Probleme damit. Natürlich denkt man darüber nach, ob sich das lohnt. Bereut habe ich das aber nie, weil ich menschlich viel gelernt habe“, betont Simon. Drei Jahre später ging es gar einen Schritt weiter, ins Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach.

„Den Traum vom Profi habe ich zu 100 Prozent verfolgt und viele Opfer bringen müssen. Natürlich ist es eine Hürde, wenn Familie und Freundin zu Hause sind und warten“, sagt Simon. Der Traum erfüllte sich aber nicht, 2021 folgte der Wechsel zurück nach Jena, ehe es ein Jahr später nach Hünfeld ging. Die Erfolgsaussichten stehen für Simon und Co. dort gut – werden die Fehler geringer.

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