Christian Kühnhenne (rechts, im Zweikampf mit Bad Sodens Nils Becker) und der SC Willingen haben eine Siegesserie gestartet. Foto: Jonas Wenzel
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Christian Kühnhenne (rechts, im Zweikampf mit Bad Sodens Nils Becker) und der SC Willingen haben eine Siegesserie gestartet.

Kein Gegenwind in Willingen

Der SC Willingen legte einen schwachen Start in die Verbandsliga-Saison hin, war am 10. Spieltag mit sechs Punkten Vorletzter. Die 0:2-Niederlage beim FC Eichenzell schien jedoch ein Weckruf gewesen zu sein, seitdem holte der SCW neun Punkte aus drei Spielen.

Einen Ruck hat Trainer Dardan Kodra nach der Partie in Eichenzell jedoch noch nicht gespürt. "Da waren wir sehr geknickt. In der Woche nach dem Spiel haben wir uns intensiv ausgetauscht, was wir besser machen können", sagt der SCW-Trainer. Konkret war das, eine bessere Kontersicherung zu haben und im letzten Drittel mehr Torchancen zu kreieren. Es seien kleine Details auf dem Platz gewesen, an denen das Team schrauben musste.

Mit Erfolg, wie die folgenden Spiele zeigten. Nicht nur die volle Punktausbeute holte Willingen, sondern glänzte darüber hinaus mit einem Torverhältnis von 12:3. "Unsere Idee ist auf das Fußballspielen ausgelegt. Wir haben junge Spieler mit viel Talent, hatten aber einen Umbruch im Sommer. Das braucht etwas Zeit", sagt Kodra. Zeit, die er von den Verantwortlichen bekam. Gegenwind in der Zeit, als Willingen Vorletzter war, bekam er nicht zu spüren. "Da war so nicht mit zu rechnen", gibt Kodra zu.

In dieser Phase habe der Verein ihm aber den Rücken gestärkt. "Aus den Gesprächen vor der Saison war zu entnehmen, dass es ein längeres Projekt mit einem jüngeren Trainer sein soll. Seinerzeit hat der Verein damit gerechnet, dass so eine Phase mit Abstiegskampf eintreten könnte. Trotzdem habe ich mir Gedanken gemacht. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass das spurlos an mir vorbei ging", betont der 29-Jährige.

Im engen Tabellenmittelfeld der Verbandsliga sieht Kodra die Vorteile bei seiner Mannschaft: "Von allen Teams haben wir, gemeinsam mit Eichenzell, spielerisch am meisten überzeugt. Wenn es hart auf hart kommt, sehe ich uns in der Lage, ein Spiel zu drehen." In Willingen ist nach den erfolgreichen Wochen ein neues Selbstverständnis eingetreten.

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