Vasyl Kosovan (Nummer 7) traf in der Nachspielzeit per Elfmeter zum Sieg der SG Ehrenberg. Foto: Charlie Rolff
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Vasyl Kosovan (Nummer 7) traf in der Nachspielzeit per Elfmeter zum Sieg der SG Ehrenberg.

Kosovans extreme Nervenstärke

Wieder einmal schwächte sich Verbandsligist SG Johannesberg selbst. Und die SG Ehrenberg schlug zu. In der Nachspielzeit sicherte Vasyl Kosovan den umjubelten 1:0 (0:0)-Sieg der SGE.

In der Luft lag der Treffer nicht, allerdings war er folgerichtig. Wieder einmal schwächte sich Johannesberg doppelt. Erst flog Adrian Köpf ziemlich unnötig vom Platz (78.), kurz vor Spielende musste Leon Butsch gelbbelastet ein taktisches Foul ziehen (89.). In doppelter Unterzahl verlegte sich Johannesberg aufs Kontern, verteidigte nur noch. Bis Aleksandar Vico entscheidend gegen Christoph Neidhardt foulte. Vasyl Kosovan trat an und platzierte den Ball neben dem Pfosten. Nerven aus Stahl.

„Ich kann mich nicht dran erinnern, dass wir in der Liga zweimal hintereinander gewonnen haben. Wir sind jetzt wieder voll dabei. In dieser Verfassung wird es schwer sein, uns zu schlagen“, frohlockte Ehrenbergs Trainer Sebastian Vollmar. Der Zeitpunkt des Treffers sei natürlich glücklich, Vollmar sah jedoch ein gutes Spiel seiner Mannschaft. Beiden Teams war allerdings anzumerken, welche Bedeutung diese Partie hatte. Wenig Risiko, viel Sicherheit. Es brauchte ein wenig, bis klare Torchancen Teil des Spiels wurden. Nach einer Ecke von Sven Bambey drückte Kosovan den Ball aus drei Metern über das Tor (40.).

Und Johannesberg? Das stand über weite Strecken des Spiels um das neue Innenverteidiger-Duo Vico und Nicklas Hartung zwar solide, offensiv war die Ausrichtung allerdings nicht. Ein wenig mehr Antrieb brachte die Hereinnahme von Niklas Zeller, aber bis auf einen Abschluss (61.) und eine falsche Entscheidung (84.) von Niklas Odenwald blieben die Hausherren ungefährlich.„Uns war klar, dass wir den Gegner nicht überrollen können. Defensiv hat mir das gut gefallen, da haben wir wenig zugelassen. Aber vorne haben wir uns nicht durchsetzen können“, sagte Karamatic.

Bleibt das Ärgernis mit den Platzverweisen, die beiden Ampelkarten gegen Köpf und Butsch waren die Herausstellungen Nummer fünf und sechs in der noch jungen Saison. „Das verfolgt uns. Wir hatten Sitzungen, Gespräche. Aber vielleicht ist es ein Fortschritt, weil aus zwei Roten zwei Gelb-Roten Karten wurden“, blieb Karamatic nur Galgenhumor in dieser Situation. Klar ist, dass im nächsten Spiel gleich vier Spieler gesperrt fehlen. Schlechte Neuigkeiten gab es für ihn auch aus dem Lazarett: Jonas Lembach, der Hoffnungen auf eine frühere Rückkehr hatte, wurde am Knie operiert und fällt mit einem Kreuzbandriss für die Hinrunde aus.

Die Statistik

SG Johannesberg: Kreis; Köpf, Vico, Hartung (66. Srsen), Ristevski - Butsch, Milenkovski (53. Zeller), Maierhof - Ferreira da Silva (66. Möller), Odenwald, Gjocaj.
SG Ehrenberg: Voll; Kemmerzell, Heil, Jestädt, Beck - Breunig, Bambey (75. Keidel) - Neidhardt, Kosovan, Stumpf (64. Bleuel) - Bublitz (83. Klüber).
Schiedsrichter: Philipp Götze.
Zuschauer: 220.
Tor: 0:1 Vasyl Kosovan (90.+3, Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karten: Adrian Köpf (Johannesberg, 78.), Leon Butsch (Johannesberg, 89.).

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