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Marc Röhrig: Das Kreuzband ist durch

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Von: Ralph Kraus

Pechvogel: Marc Röhrig wird Buchonia Flieden in der VerbandsligaNord viele Monate fehlen. Das Kreuzband ist gerissen.
Pechvogel: Marc Röhrig wird Buchonia Flieden in der VerbandsligaNord viele Monate fehlen. Das Kreuzband ist gerissen. © Ralph Kraus

Buchonia Flieden bleibt das Maß aller Dinge in der Verbandsliga Nord. Im fünften Spiel holte der Hessenliga-Absteiger beim 4:1 in CSC 03 Kassel den fünften Sieg und marschiert in der Tabelle somit weiter vorneweg.

Buchonia Flieden ohne Marc Röhrig - nicht nur beim CSC 03 Kassel

Dabei gab es vor dem Spiel eine Schocknachricht, denn Marc Röhrig ist der Pechvogel in Reihen der Buchonia: Der Rückkehrer vom TSV Rothemann fällt viele Monate aus. Die bittere Diagnose nach der Verletzung aus dem Spiel gegen Wabern lautete Kreuzbandriss. „Alles andere ist heil geblieben, aber das Kreuzband ist durch“, hadert Röhrig, der bereits am kommenden Mittwoch in Wiesbaden operiert wird.

„Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt, als mein Gegenspieler unabsichtlich nach einem Allerwelts-Zweikampf auf mich draufgefallen ist. 2022 ist komplett gelaufen. Als Ziel, wieder zurückzukehren, habe ich mir die Zeit so um Ostern kommendes Jahr gesetzt. Mal sehen, ob wir das hinbekommen“, sagt Röhrig.

Im Spiel selbst war Louis Larbig der Mann des Abends: Der Youngster der Buchonen machte zwei Treffer, darunter das wichtige 0:1 und das vorentscheidende 1:3. Die Pausenführung fiel Mitte des ersten Durchgangs nach einer bereits abgewehrten Ecke, die Andre Vogt wieder scharf machte und durch Sascha Rumpeltes zur Maßvorlage für Larbig wurde.

Doch auch im ersten Abschnitt hatte Flieden schon wieder Verletzungspech: Christian Bohl musste in der 43. Minute vom Feld, weil der Oberschenkel zwickte. Für ihn kam Tobi Rehm, der nach dem Ausgleich der Kasseler zum wichtigen Torschützen werden sollte. Auf Vorlage von Marius Kullmann brachte Rehm die Fliedener per Kopf wieder in Führung. Danach baute der SVF den Vorsprung aus und gewann erstmals in dieser Saison nach vier knappen Siegen mit mehr als einem Tor Unterschied.

Schiedsrichter: Fabian Bierau (VfL Biedenkopf).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Louis Larbig (22.), 1:1 Jaroslaw Mathys (56.), 1:2 Tobias Rehm (72.), 1:3 Louis Larbig (76.), 1:4 Andre Vogt (90.+2, Foulelfmeter).

Die Britannia Eichenzell im Spitzenspiel beim OSC Vellmar

Deutlich unter die Räder kam die Britannia aus Eichenzell beim vorher noch sieglosen OSC Vellmar. Mit 0:6 (0:1) fuhr die Elf von Sebastian Sonnenberger geschlagen nach Hause. Das klare Ergebnis bedeutete für Eichenzell die höchste Niederlage seit fast genau elf Jahren. 2011 war es, als es direkt nach dem ersten Verbandsligaaufstieg ein 2:9 beim TSV Lehnerz setzte.

Bei knapp 30 Grad auf dem Kunstrasen zu spielen, das ist nicht unbedingt ein Vergnügen. Für Eichenzell war dies aber in Vellmar der Fall. Allerdings war es eher die personelle Situation, die den Leistungseinbruch nach der Pause erklärt. Mehrere Spieler fuhren gesundheitlich angeschlagen mit nach Vellmar, darunter Spielertrainer Sebastian Sonnenberger.

Nicht zu halten war Vellmars Stürmer Florian Evers. Der Angreifer machte gleich vier Tore, darunter das wichtige 1:0 und nach dem Wechsel ein lupenreiner Hattrick innerhalb von sechs Minuten. Besonders sehenswert war das vorentscheidende zweite Tor von Vellmar, als Maslak mit einem Doppelpass freigespielt wurde und vollstreckte.

„Man hat gemerkt, dass Vellmar schlecht in die Saison gestartet ist. Die wollten unbedingt. Die Laufbereitschaft und der Wille beim Gegner waren extrem hoch“, sagte Sebastian Sonnenberger, der mit dem ersten Abschnitt noch leben konnte. „Da hatte Vellmar Vorteile, aber wir haben gut dagegen gehalten. Nach dem Wechsel haben wir es Vellmar dann oft zu einfach gemacht.“

Schiedsrichter: Malte Sattler (Eintracht Stadtallendorf).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Florian Evers (16.), 2:0 Enver Maslak (50.), 3:0 Serkan Aytemür (52.), 4:0 Florian Evers (66.), 5:0 Florian Evers (67.), 6:0 Florian Evers (72.).

Bronnzell auswärts bei der Dreier-SG in Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach

Im Duell der Aufsteiger gab es für Bronnzell nichts zu ernten. Die Viktoria ging auf dem Platz in Witzenhausen-Hundelshausen mit 0:3 (0:1) baden. Die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach ist somit in den vergangenen vier Spielen ungeschlagen und holte in dieser Zeit acht Punkte.

„Das Ergebnis ist absolut verdient, denn der Gegner hatte mehr Wille und Kampfkraft“, gab Bronnzells Trainer Stefan Dresel nachher zu. „Ja, die Bedingungen waren wirklich schlecht. Der Platz war hart und uneben. Aber das ist kein Argument, denn wir hätten hier ganz anders auftreten müssen.“

Schiedsrichter: Sascha Bauer (TSV Obermelsungen).
Zuschauer: 130.
Tore: 1:0 Jonathan Schäfer (26.), 2:0 Njegos Despotovic (54.), 3:0 Friedrich Theune (56.).

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