1. torgranate
  2. Verbandsliga
  3. Verbandsliga Nord

„Saisonziel hat mich nicht vom Wechsel abgehalten“

Erstellt:

Von: Tino Weingarten

Lars Schmidt Trainer Bad Soden
„Die Ausbeute der Vorrunde geht Richtung Mittelmaß.“ Bad Sodens neuer Trainer Lars Schmidt soll die Aufstiegsplätze in Angriff nehmen. © Charlie Rolff

Lars Schmidt soll Verbandsligist SG Bad Soden Richtung Aufstiegsplätze führen. Im Interview spricht der 57-Jährige über das Saisonziel, den Austausch mit Daniele Fiorentino und wieso er die Sportfreunde Seligenstadt für Bad Soden verließ.

Herr Schmidt, wenige Tage vor Weihnachten stellte die SG Bad Soden Sie als neuen Trainer vor. Was ist Ihr erster Eindruck vom Verein?

Ich habe einen positiven Eindruck und habe mich natürlich ein bisschen kundig gemacht bei einem Spieler, der bei mir schon gespielt hat und jetzt in Bad Soden ist. Die Mannschaft ist mir nicht unbekannt und ich hatte ein gutes Gespräch mit Wladimir Römmich, so ist letztendlich der Gedanke gereift, zu wechseln. Wobei es in meinem privaten Bereich einen Vorfall gab, der dafür gesorgt hat, dass ich mich überhaupt umorientieren möchte. Ich bin bei einem guten Verein gewesen, bei einer Top-Mannschaft, einem Top-Vorstand und einer schönen Sportanlage. Das Gleiche finde ich jetzt wieder vor, das musste schon in diese Richtung gehen.

Der von Ihnen angesprochene Spieler ist Daniele Fiorentino, den Sie bereits beim OFC und in Jügesheim trainiert haben. Wie sah dieser Austausch aus?

Er hat sich auch mal bei mir gemeldet und gefragt, ob das überhaupt möglich wäre und das dann an den Verein weitergegeben. Da haben wir uns ein bisschen ausgetauscht. Er hat gesagt, dass es ein gut geführter Verein ist, mit Leuten, die ein Gespür für gewisse Situationen haben, die das alles einschätzen können. In den Gesprächen hat sich das für mich auch bestätigt.

Lars Schmidt über Wechsel zur SG Bad Soden: „Saisonziel hat mich nicht abgehalten“

Sie waren als Spieler Profi und haben als Trainer unter professionellen Bedingungen gearbeitet. In Bad Soden treffen Sie auf viele Ex-Profis. Sind Sie also der richtige Trainer für diese Mannschaft?

Sagen wir es mal so: Ich kann mich da ganz gut rein empfinden. Ob das dann letztendlich von der Chemie her passt, das muss man dann sehen. In der Regel kam ich mit der Art und Weise, wie ich Sachen handhabe, immer ganz gut in den Mannschaften an, in denen ich trainiert habe.

Für welche Art Fußball stehen Sie?

Ich muss erst einmal mit der Mannschaft reden und schauen, wie sie im Moment agiert. Ob sie aggressiv spielt, oder mit Bedacht oder eher den Ball hält. Dazu haben wir die Situation, dass ich mich in der Verbandsliga Nord noch nicht so gut auskenne, da muss ich mich erst reinarbeiten. Es wird sechs Wochen Vorbereitung geben und dann gehen wir die Sache mit einer positiven Grundeinstellung an. Zu der Ausrichtung kann ich nicht viel sagen. Ich kenne Daniele Fiorentino und weiß, dass er gut anlaufen kann, aber nicht der geborene Pressingspieler ist. Im Trainingsbetrieb müssen wir herausfiltern, was das Beste für uns ist

Bei Ihrer Vorstellung sagte der 2. Vorsitzende Wladimir Römmich, dass der Verein trotz acht Punkten Rückstand vom Saisonziel nicht abweichen wird. Wie sehen Sie die Chancen auf den Aufstieg?

Das wurde klar angesprochen und das Saisonziel hat mich nicht abgehalten, sonst wäre ich ja nicht gewechselt. Es ist schon so, dass wir mit einer Ausbeute aus der Vorrunde herausgehen, die mit sechs Niederlagen eher Richtung Mittelmaß geht. Das kann man nicht wegdiskutieren. Wir müssen sehen, was wir Woche für Woche herausholen können.

Auch interessant