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„Leer und ohne Stimmung“: SG Ehrenberg verliert gegen SC Willingen

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Von: Tobias Konrad

Tim Hillenbrand SG Ehrenberg
Bitterer Sonntag für Tim Hillenbrand (grau) und die SG Ehrenberg. Das Duell in der Verbandsliga Nord gegen den SC Willingen ging verloren. © Memento36

Mit einer solchen Leistung wie gegen den SC Willingen wird die SG Ehrenberg im Abstiegskampf der Verbandsliga Nord schlechte Karten besitzen.

Noch vor zwei Wochen war die Stimmung bei der SG Ehrenberg prächtig. Gegen den Hünfelder SV (3:1) zeigten die Rhöner, dass die Qualität vorhanden ist für die Verbandsliga. Doch Punkte wie gegen den HSV sind Bonuspunkte, von viel höherer Bedeutung sind die Begegnungen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Und nach dem 0:2 in der Vorwoche bei der SG Klei/Hun/Doh verbaselte die SGE beim 1:4 gegen den SC Willingen das nächste Kellerduell. Die Leistung dabei war vor allem nach der Halbzeit nichts verbandsligatauglich. Gegen einen keinesfalls übermächtigen Kontrahenten brachte es die Elf von Meik Voll fertig, nicht einen Torschuss abzugeben. „Was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war überhaupt nicht in Ordnung. So dürfen wir nicht weitermachen in den kommenden Wochen“, schilderte Ehrenbergs Kapitän Felix Beck nach dem verlorenen Sechs-Punkte-Spiel gegen den Tabellenvorletzten.

Verbandsliga: SG Ehrenberg verliert gegen den SC Willingen

Der SC Willingen ging nach rund einer Stunde durch einen viel zu einfachen Kopfballtreffer von Florian Heine zum zweiten Mal in Führung. Der Zeitpunkt war optimal, zuvor ging es nach Wiederanpfiff ausschließlich im Mittelfeld um Zweikämpfe, die sich größtenteils die SCW-Spieler schnappten. „Der Knatz hat gefehlt, die zweiten Bälle haben wir viel zu oft verloren. Nach der Pause waren wir leer und die Stimmung hat komplett gefehlt“, ergänzte Beck, der unter der Woche noch krank war und mit ansehen musste, wie der gebrauchte Tag der Rhöner in der Schlussphase richtig bitter wurde. Florian Dinkel hielt im Strafraum fest und sah die Rote Karte für eine Notbremse, mit dem folgenden Strafstoß machte Christian Kuhnhenne den Deckel aufs Spiel (81.). Beim 4:1 kurz darauf von Justin Kesper grätschte Moritz Schäfer bei seinem Comeback nach Verletzungspause unglücklich in den Ball, so dass dieser über Keeper Simon Voll hinweg ins Tor trudelte.

Ehrenbergs Kapitän Felix Beck: „Wir waren leer und die Stimmung hat komplett gefehlt“

Dass die Upländer so deutlich gewinnen würden, war zur Pause nicht abzusehen. Zwar ging der SC Willingen durch ein Traumtor von Heine in Führung (18.), aber die SG Ehrenberg war optisch überlegen. Beim Ausgleich aber stand Fortuna der SGE zur Seite, da weder Willingens Friedrich noch Torhüter Bouma einen harmlosen Ball klärten. Christopher Goldbach staubte ab (26.). Das Dilemma nach der Pause eröffnete hingegen wohl schon Daniel Heil mit der letzten Aktion vor der Halbzeit, als der Routinier einen Foulelfmeter über das Tor schoss. „Irgendwie passen wir uns immer dem Gegner an. Kommt ein guter Gegner, spielen wir so. Das müssen wir aus den Köpfen bekommen“, sagte Beck.

SG Ehrenberg: Voll; Hartung, Dinkel, Keidel, Jestädt (64. Mo. Schäfer) – Beck (83. Ma. Schäfer), Heil (64. Breunig) – Klüber, Hillenbrand, Scheffler (79. Meister) – Goldbach (60. Eich)
SC Willingen: Bouma; Friedrich, Albrecht, S. Vogel, Albers – Schilling, Kuhnhenne – Heine, J. Vogel, Saure (87. Theiß) – Kesper (89. Quirl).
Schiedsrichter: Dominic Dylka (SG Kiebitzgrund).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Florian Heine (18.), 1:1 Christopher Goldbach (26.), 1:2 Florian Heine (62.), 1:3 Christian Kuhnhenne (81.), 1:4 Justin Kesper (83.).
Rote Karte: Florian Dinkel (Ehrenberg) wegen einer Notbremse (80.).
Besonderes Vorkommnis: Daniel Heil (Ehrenberg) schießt Foulelfmeter über das Tor (45.).

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