Der Lichtenauer FV muss in diesem Jahr wohl noch einmal ran. Cedric Mimbala (links) ist einer der LFV-Spieler, die nicht mehr auflaufen können. Foto: Charlie Rolff
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Der Lichtenauer FV muss in diesem Jahr wohl noch einmal ran. Cedric Mimbala (links) ist einer der LFV-Spieler, die nicht mehr auflaufen können.

Lichtenau und Sandershausen aus dem Winterschlaf geweckt

Der Vorhang in der Verbandsliga Nord geht in diesem Jahr wohl doch noch einmal auf. Das abgesagte Spiel zwischen dem Lichtenauer FV und der TSG Sandershausen soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden, wie Klassenleiter Erhard Zink (Herbstein) beiden Mannschaften mitteilte.

Da trotz des Ausfalls dieser Partie eine Wertungsgrundlage besteht, hatte Klassenleiter Erhard Zink nicht die Eile, das Spiel möglichst schnell neu anzusetzen und sicherte beiden Mannschaften zu, die Partie im Frühjahr kommenden Jahres nachzuholen. "Wir haben die Absprache mit dem Klassenleiter, dass das Spiel in diesem Jahr nicht mehr angesetzt wird. Dass Spieler und Trainer nicht begeistert waren, ist klar", sagt der Sportliche Leiter des Lichtenauer FV, Erkan Kilci.

Mit Zink wurde sich nun darauf geeinigt, die Partie am 12. Dezember auszutragen. "Danach aber nicht mehr, wir verschieben das nicht so lange, bis es passt. Irgendwann reicht es dann auch", betont Kilci, der jedoch durchblicken ließ, dass der Termin wackelt: "Ich habe schon mit Sandershausen gesprochen, die wollen dagegen vorgehen und nicht mehr in diesem Jahr spielen. Für die geht es natürlich um mehr als für uns." Die TSG steckt mitten im Abstiegskampf, eine optimale Spielvorbereitung sehe zudem anders aus.

Auch für den LFV würde es personell nicht gut aussehen. Dmitri Maneacov beispielsweise ist im Heimaturlaub, Abwehrchef Cedric Mimbala bei Reha-Maßnahmen. Beide würden nicht spielen können. Erhard Zink befindet sich mit beidem Teams im Austausch und räumt einen eigenen Fehler ein: "Ich habe übersehen, dass die Mannschaften im Abstiegskampf punktgleich sind. Mir geht es ums Gerechte, falls die Quotientenregel angewendet werden muss und andere Mannschaften einen Nachteil haben, weil Sandershausen weniger Spiele hat." Muss die Saison im neuen Jahr wegen Corona abgebrochen werden, hätten alle Verbandsligisten die gleiche Anzahl an Spielen bestritten. Der Verband würde möglichen Klagen so aus dem Weg gehen. Gar nicht so uninteressant für die SG Ehrenberg, die derzeit punktgleich mit Sandershausen ist - und den direkten Vergleich gewonnen hat, aber aufgrund eines Spiels mehr in die Röhre schauen würde.

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