Da hatte Dominik Lohne (Nummer 10) gerade mal nicht getroffen, sondern das 3:1 aufgelegt. Für Philipp Mötzung und den FSV Thalau läuft hingegen weiterhin wenig zusammen. Foto: Kevin Kremer
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Da hatte Dominik Lohne (Nummer 10) gerade mal nicht getroffen, sondern das 3:1 aufgelegt. Für Philipp Mötzung und den FSV Thalau läuft hingegen weiterhin wenig zusammen.

Mit gottgegebener Gelassenheit

Manchmal reicht ein Unterschiedsspieler, um ein Verbandsliga-Spiel auf biederem Niveau zu entscheiden. Die SG HU hat so einen, der FSV Thalau keinen.

83 Tore erzielte Dominik Lohne in seinen 166 Hessenliga-Einsätzen für den OSC Vellmar. Eine fantastische Quote. Seit 2015 ist der Mittelstürmer zurück bei seinem Heimatverein, hievte die SG HU aus der KOL in die Verbandsliga und trifft dort noch beständiger. "Ich habe damals das Potenzial in der Mannschaft gesehen und wollte nach meiner Zeit in Vellmar auch einfach etwas zurückgeben", sagt er und fügt schmunzelnd an, "dass es mir nie um Scheine ging. Und bei HU schon mal gar nicht. Die Mannschaft macht Spaß."

Wenn es ihm so leicht wie am Samstag gemacht wird, ist das nicht verwunderlich und treibt auch schon mal den gegnerischen Trainer zur Weißglut. „Der hatte ja dreimal allen Platz“, stellte FSV-Trainer Meik Voll fest. Recht hatte er. Dass Lohne dies dann allerdings in unnachahmlicher Manier und mit gottgegebener Gelassenheit erledigt, ist der andere Teil der Wahrheit. Dreimal herrlich freigespielt, suchte er sich die ihm wohlgesonnene Ecke aus. Den vierten Treffer leitete Lohne obendrein ein.

Über sich mag Lohne nicht so gerne sprechen. Sondern vielmehr über sein Team, das er als Co-Trainer unterstützt. „Bringen wir unsere Leistung, können wir fünf Teams hinter uns lassen. Dafür müssen wir aber jede Woche über unsere Qualitäten kommen. Über die Geschlossenheit, über den Kampf.“ Das war in Thalau am Samstag über weite Strecken der Fall. HU war die sieben Spiele währende Sieglosserie nicht anzusehen. Vielmehr schöpfte das Team aus dem jüngsten 2:2-Coup gegen Titelaspirant CSC 03 Mut und trat in Thalau offensiv auf.

„Manchmal zu offensiv“, wie der 31-jährige Lohne feststellte. In dieser Phase nach der Pause hätte Thalau durch Timo Müglich zweimal verkürzen können. Vielmehr war nicht zu sehen vom Gastgeber. Aber ein Vorwurf konnte der Voll-Elf nicht gemacht werden. Die Mittel in dieser Saison reichen schlicht nicht.

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