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Nach 0:6-Debakel: "Können uns nur entschuldigen"

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Niklas Odenwald und Co. waren nach der Packung in Willingen bedient. Foto: Charlie Rolff
Niklas Odenwald und Co. waren nach der Packung in Willingen bedient. © Charlie Rolff

Einen rabenschwarzen Tag hat die SG Johannesberg in Willingen erlebt. Mit 0:6 (0:5) ging der Verbandsligist im Upland unter.

"Am Ende können wir uns nur entschuldigen", sagte Johannesbergs Kapitän Niklas Odenwald nach der Packung beim direkten Konkurrenten. Dabei startete die SGJ in den ersten zehn Minuten gut in die Partie, ehe der Willinger Führungstreffer eine katastrophale erste Hälfte einleitete. "Das zieht sich momentan so durch. Wir kriegen ein Gegentor und die Köpfe gehen runter. Da hat man das Gefühl, dass wir uns aufgeben", konstatierte Odenwald, dessen Elf bereits zur Pause mit 0:5 hinten lag.

Umso erstaunlicher war die Höhe der Niederlage auch deshalb, weil Willingen vor dem Spiel noch hinter Johannesberg in der Tabelle positioniert war und erst einen Saisonsieg eingefahren hatte. "Wir haben den Gegner bei vielen Toren eingeladen und letztlich Schützenhilfe geleistet", betonte Odenwald, der viele Komponenten für die aktuelle Misere aufzählen konnte, darunter die zahlreichen Verletzten und Gesperrten. Zwei Reserve-Spieler fuhren mit ins Upland, mit Johannes Kreis musste der etatmäßige Torhüter sogar als Feldspieler eingewechselt werden.

Als Ausrede wollte der Ex-Lehnerzer die Personalsituation aber nicht gelten lassen. "So ein Spiel darf nicht passieren. Das war vorsichtig ausgedrückt ein mehr als gebrauchter Tag. Du fährst zweieinhalb Stunden hier hin, kassierst sechs Stück und fährst wieder zweieinhalb Stunden nach Hause", war Odenwald bedient. Genauso wie Trainer Zeljko Karamatic, der sich von seiner Mannschaft einen Tag vor seinem 49. Geburtstag sicherlich ein ganz anderes Geschenk gewünscht hätte: "Der Trainer ist bei uns momentan die ärmste Sau", sagte der Kapitän.

Die Statistik:

SC Willingen: Wilke; Löber, Bärenfänger, Kroll (15. Peters), Kuhnhenne, Albers, Vogel, Butz, Vach (65. Saure), Heine, Butterweck (73. Müller).
SG Johannesberg: Hofacker; Srsen, Gjocaj, Milenkovski (56. Kreis), Vico (52. Maierhof), Zeller (56. Katusic), Ferreira da Silva, Möller, Ristevski, Odenwald, Hartung.
Schiedsrichter: Dominik Bräunche (TSV Bicken).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Sebastian Butz (10.), 2:0 Jonathan Vach (28.), 3:0 Jonathan Vach (30.), 4:0 Christian Kuhnhenne (33.), 5:0 Florian Heine (45.+1), 6:0 Florian Heine (79.).

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