Foto: Charlie Rolff
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Foto: Charlie Rolff

Nach mehr als 20 Jahren wieder ein Pflichtspiel-Derby

Der Lichtenauer FV hat das große Los bei der Auslosung zum Achtelfinale im Hessenpokal gezogen. Ende Februar empfängt der Verbandsligist den Regionalligisten KSV Hessen Kassel zum Derby. Für den LFV ein Highlight.

"Wir haben unseren absoluten Wunschgegner bekommen. Für uns ist es sehr geil", frohlockt Lichtenaus Sportlicher Leiter Erkan Kilci. Der Club freut sich auf den großen Nachbarn, der nur rund 20 Kilometer entfernt in der Vergangenheit selten zu greifen war. Ein Pflichtspiel zwischen den beiden ersten Mannschaften liegt über zwei Jahrzehnte zurück. Zur Saison 1999/2000 agierten Kassel mal gemeinsam mit Lichtenau in der damaligen Bezirksliga. Der Grund dafür war der Zwangsabstieg der Löwen, die bis in die B-Liga mussten und anschließend schnellstmöglich wieder nach oben wollten. Mit 4:0 siegte der KSV im Heimspiel, mit 1:0 in Lichtenau. Ansonsten trafen sich beide vor zwei Jahren zu einem Testspiel, in der Gruppenliga duellierte sich der LFV sonst nur mit der Kasseler Reserve. "Es wird besonders. Wir hoffen, dass bis zum Austragungstermin die Corona-Lage sich entspannt und viele Zuschauer kommen dürfen", sagt Kilci.

Spiel gegen Sandershausen fällt aus

Einen neuen Stand gibt es derweil zur Thematik ums Spiel gegen die TSG Sandershausen, das Klassenleiter Erhard Zink (Herbstein) neu für den 12. Dezember angesetzt hat, nachdem beide Teams einige Wochen in der Winterpause waren. Lichtenau trainierte seit der Bekanntgabe zwei Mal, nachdem alle Spieler aus der Pause geholt wurden. Nun können die Kicker zum zweiten Mal in die Winterpause gehen, denn Kilci bestätigt, "dass der Verband das Spiel wieder abgesetzt und ins neue Jahr verlegt hat."

Entspannt kann der Sportliche Leiter in Sachen bisheriger Saison sein, verlief diese doch sehr zufriedenstellend. Etliche Abgänge musste der Club vor Rundenstart verkraften. "Von der letztjährigen Stammelf mussten wir acht Spieler ziehen lassen. Das waren nicht irgendwelche Namen, sondern Akteure wie Nicolai Lorenzoni oder Vasilije Radenovic", sagt Kilci. Lorenzoni gehört nun zum Stammpersonal von Hessenligist KSV Baunatal, während Radenovic beim FK Jezero in Montenegro in der ersten Liga agiert.

Dafür habe Lichtenau vermehrt auf junge Spieler gebaut. "Wir haben bewusst kein Ziel ausgegeben, sondern wollen guten Fußball zeigen. Damit sind wir sehr zufrieden. Und außerdem haben wir nur in Weidenhausen verloren. Hätten wir statt sieben Unenentschieden ein, zwei Siege mehr, würde es in der Tabelle noch besser aussehen", erläutert Kilci, der von Hessenliga-Ambitionen nichts wissen möchte: "Die Liga muss irgendwie machbar sein. Wir wollen in der Verbandsliga ordentlich dabei sein. Sollte uns irgendwann der Sprung ohne große Investitionen gelingen, nehmen wir es gerne mit."

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