Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger will eine Bruchlandung im Derby bei Johannesberg vermeiden. Foto: Kevin Kremer
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Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger will eine Bruchlandung im Derby bei Johannesberg vermeiden.

Reaktion gefordert

Zum Abschluss der englischen Woche in der Verbandsliga steht das Derby zwischen Johannesberg und Eichenzell im Blickpunkt. Beide sind zu einer Reaktion nach den Mittwochs-Niederlagen verpflichtet.

Gedanken über die Vergangenheit verschwendet Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger keine. Entsprechend ist das 1:3 gegen Vellmar nicht mehr relevant, schon gar nicht, wenn ein Derby ansteht. In Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr) – die SGJ unterlag jüngst deutlich gegen Bad Soden – soll der zweite Dreier her. Nach vier Spielen steht die Britannia bei vier Punkten, hochgerechnet würde das am Saisonende 32 Zähler bedeuten. Mit dem Klassenerhalt dürfte es eng werden. "Wir wollen nach und nach unsere Schritte gehen und Punkte sammeln, denn wir wollen tunlichst vermeiden, unter Druck zu geraten", sagt Sonnenberger.

Gegen die SGJ folgt eine Partie, die für den Eichenzell-Coach eine „enorme Brisanz“ mit sich bringt. „Es gilt, standhaft zu sein und zu zeigen, dass wir in der Entwicklung stetig voranschreiten.“ So sollen die bisherigen Auftritte als Erfahrung dienen. Im Derby ist Neuzugang Kubilay Kücükler erstmals spielberechtigt. Fraglich ist, ob es für Stürmer Benedikt Rützel zu mehr als einer Einwechslung reicht.

Legt SGE nach?

Nach vier Pleiten zum Start feierte Ehrenberg beim 3:0 gegen Thalau den Brustlöser, laut Trainer Sebastian Vollmar soll nun die Saison richtig starten. Da würde ein weiterer Dreier entsprechend guttun, zumal mit Hombressen/Udenhausen (Sonntag, 15 Uhr) ein Kontrahent auf Augenhöhe zu Gast ist. "Soll der Klassenerhalt gelingen, musst du insbesondere in den Heimspielen was holen. Hombressen ist eine sehr geschlossene Truppe, die es jedem Gegner mit ihrer Kompaktheit schwer macht. Wir müssen uns dagegenstemmen", erläutert Vollmar. Bei seinem Kader ändert sich nur wenig: Sven Bambey musste Mittwoch verletzt raus, weshalb sein Einsatz wie der des reaktivierten Torhüters Tim Gutberlet fraglich erscheint.

Mit Mut und Offensive

"Wir haben den nötigen Respekt vor CSC, der enorm viel Qualität und Erfahrung besitzt. Dennoch haben wir den Mut zu sagen, dass wir die drei Punkte einfahren wollen", sagt Florian Roth, Trainer der Barockstadt-Reserve, im Hinblick auf das Duell mit dem CSC Kassel (Sonntag, 15 Uhr). Aus dem bitteren Remis in Lichtenau unter der Woche müsse die SGB die ersten 75 Minuten mitnehmen – zu jenem Zeitpunkt führte die Roth-Elf 2:0. Gegen Kassel ist der Coach nun zum Umbauen gezwungen, da die A-Jugendlichen selbst im Einsatz sind. "Der Kader ist groß genug. Wir wollen erfrischenden offensiven Fußball bieten", stellt Roth klar.

"Über die Grenzen gehen"

Eine katastrophale Leistung bot Thalau im Derby in Ehrenberg. Nun geht's Samstag (16 Uhr) nach Weidenhausen, wo die Trauben deutlich höher hängen als noch am Mittwoch. "Wenn wir nicht über unsere Grenzen gehen, wird es nicht besser aussehen in Sachen Ergebnis", weiß Thalaus Trainer Meik Voll. Für ihn gilt vor allem, dass er den Spaßfaktor bei seiner Truppe oben behält. "Ich will niemandem den Willen absprechen. Wir haben immer wieder einen Bock drin, der die Gegner zum Toreschießen einlädt. Dennoch blasen wir kein Trübsal. Dass die Gegner uns Woche für Woche bekämpfen, ist so. Da müssen wir ebenfalls hinkommen", sagt Voll. Die Qualität von Weidenhausen bekam der FSV beim letzten Aufeinandertreffen zu spüren: Nach der Führung von Stanislav Szilagyi hagelte es eine 1:5-Pleite.

Bilanz aufpolieren

Nach dem 5:2 am Mittwoch in Johannesberg tritt Spitzenreiter Bad Soden mit weiterhin makelloser Bilanz am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenneunten TSG Sanderhausen an. Die Sodener Bilanz gegen die TSG ist negativ. Das einzige Spiel der Clubhistorie ging in der vergangenen Saison dort 0:1 verloren, zum Rückspiel trat Sandershausen nicht an. Römmich schwärmt noch von der Topleistung in Johannesberg: „Auf einem schlechten Platz haben wir spielerische Lösungen gesucht und gefunden und hätte noch weitaus höher gewinnen können.“ Mittelfeldspieler Mezini stünde nach Hochzeitreise und Quarantäne zur Verfügung, wird aber in der Reserve eingesetzt. Torjäger Ehlert ist zum vorletzten Mal gesperrt, Außenverteidier Okyere fällt mit Muskelfaserriss aus.