Leon Maierhof (rechts, hier gegen Bad Sodens Nils Becker) wird sich mit Johannesberg auf Abstiegskampf einstellen müssen. Foto: Charlie Rolff
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Leon Maierhof (rechts, hier gegen Bad Sodens Nils Becker) wird sich mit Johannesberg auf Abstiegskampf einstellen müssen.

Schluss, Aus mit attraktivem Fußball

Die spielfreie Woche wollte Verbandsligist SG Johannesberg ursprünglich dafür nutzen, zu regenerieren und einige angeschlagene Spieler zu Kräften kommen zu lassen. Nach der Partie in Gudensberg ist davon allerdings nicht mehr viel übrig, so dass sich Trainer Zeljko Karamatic vor dem Spiel gegen die SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr) dieselben Fragen wie vor drei Wochen stellen muss.

Zwei Platzverweise kassierte Johannesberg in Gudensberg. Es waren nicht die ersten Entgleisungen, insgesamt vier Rote Karten sah die SGJ bereits. „Das verfolgt uns. Wir haben das bei uns angesprochen, auch wenn die Platzverweise in Gudensberg nicht unbedingt böse Fouls waren“, betont Johannesbergs Trainer Zeljko Karamatic. Dennoch, die personelle Lage hat sich alles andere als entspannt. Torben Grosch und Nikola Milankovic sind gesperrt, Marin Srsen wird wohl ausfallen, bei Niklas Zeller habe Karamatic gemerkt, dass er doch noch nicht so weit ist. „Wir müssen jetzt unsere Spielweise umstellen, mit unserem attraktiven Fußball wird es jetzt nicht gehen“, sagt er.

Der Ernst der Lage ist in Johannesberg also angekommen. Acht Punkte aus acht Spielen, Abstiegsplatz. Eine Niederlage gegen Ehrenberg und die SGE wäre vorbeigezogen. Rückenwind hat die Mannschaft von Sebastian Vollmar ohnehin nach dem 1:0-Sieg gegen Eichenzell. „Das wird ein Kampf werden, darauf sind wir vorbereitet. Es kann jetzt nur noch über das Kämpferische gehen“, sagt Karamatic. Sein Gegenüber, Sebastian Vollmar, erwartet eine Partie auf Augenhöhe: „Das haben wir selber gesehen, die personelle Lage ist nicht immer entscheidend. Wir fahren jetzt selbstbewusst nach Johannesberg. Da haben wir immer gute Spiele gemacht, jetzt wollen wir ein gutes Ergebnis folgen lassen.“ Für die SGE laute die Devise nun, kontinuierlich zu punkten, zumal Vollmar bei den Personalien aufatmen kann.

"Jugendliche Naivität zählt nicht mehr"

Das Spiegelbild zur SG Johannesberg stellt derzeit die SG Barockstadt II dar. Viele Verletzungen, Maurice Weitzel und Linus Wittke fehlen in Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr) gesperrt. „Aktuell habe ich neun einsatzbereite Spieler. Aber ich drücke nicht auf die Tränendrüse. Wir fahren zu keinem Spiel, um Schadensbegrenzung zu betreiben“, sagt Trainer Florian Roth. Die vergangenen Niederlagen habe das Team analysiert. Die spielerische Überlegenheit lasse sich die Mannschaft durch eine entscheidende Situation nehmen, dadurch entgleite das Spiel, betont Roth: „Das auf die jugendliche Naivität zu schieben, ist zu einfach. Die Spieler sollen aus den Fehlern lernen, aber irgendwann zählen diese Argumente nicht mehr.“

Die SG Bad Soden will vom Jäger des Augenblicks wieder zum Gejagten werden. Dazu muss ein Sieg gegen die „Überraschungstüte“ her, wie es Römmich ausdrückt. Die Ausrutscher gegen Eichenzell und Lichtenau seien vergessen. „Wir haben in Weidenhausen wieder sehr, sehr konzentriert in allen Mannschaftsteilen gespielt.“ Personell verdünnt sich der Kader. Mittelfeld-Motor Simon Huhn fällt wegen Leistenproblemen aus und Mittelstürmer Daniele Fiorentino plagen erneut Rückenprobleme. Sollte er ausfallen, „sind wir flexibel aufgestellt. Wir werden ihn ersetzen“, lässt Römmich allerdings offen, die Tore wer des Ex-Profis erzielen soll.

Welches Gesicht zeigt der FC Eichenzell? Den Erfahrungen dieser Saison nach dürfte die Partie gegen den SC Willingen (Samstag, 15.30 Uhr) erneut wacklig werden, zeigte die Britannia gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller häufig die schwächeren Saisonleistungen. Nach der 0:1-Niederlage gegen Ehrenberg sollten drei Punkte in Eichenzell bleiben, um nicht von der Abstiegszone eingeholt zu werden. Anders die Lage beim FSV Thalau, das Gastspiel des ungeschlagenen CSC Kassel im Wittiggrund (Sonntag, 15 Uhr) dürfte außer Reichweite des FSV liegen.