Christoph Möller steht künftig für die SG Johannesberg zwischen den Pfosten.
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Christoph Möller steht künftig für die SG Johannesberg zwischen den Pfosten.

Neu von Hombressen/Udenhausen

SGJ-Zugang Möller: Ein Torhüter, der schon vorne erfolgreich war

Mit Christoph Möller hat Verbandsligist SG Johannesberg ein in der Region Fulda noch unbeschriebenes Blatt aus dem Hut gezaubert. Dabei konnte sich der Torhüter in der abgelaufenen Saison schon in die Torschützenliste eintragen.

Vor wenigen Wochen, am 4. Mai, empfing Möllers langjähriger Verein Hombressen/Udenhausen in der Verbandsliga Türkgücü Kassel. Im Duell zweier späterer Absteiger wurde der Neu-Johannesberger nach 63 Minuten eingewechselt, beim Stand von 0:2 - als Feldspieler. Nur vier Minuten später traf er zum Anschlusstreffer, die SGHU holte am Ende ein 2:2. „Manche Mitspieler halten mir es mir bis heute vor, dass ich ein Tor mehr als sie erzielt habe“, erzählt Möller lachend.

Dass der 27-Jährige überhaupt mehrmals im Feld ranmusste, war der über die ganze Saison schwierigen Personalsituation geschuldet. „In der Jugend war ich noch Feldspieler, deshalb war ich irgendwann eine Option für die Bank. Ich wurde dann ein paar Mal auf dem Flügel oder im Sturm eingesetzt. Dort konnte ich nicht so viel kaputt machen“, sagt Möller, der sich sicher ist, dass seine Mannschaft nicht Vorletzter geworden wäre, wenn es weniger Langzeitverletzte gegeben hätte.

Mit der SG Hombressen/Udenhausen von der B- in die Verbandsliga

Der Torhüter muss es wissen, mit Hombressen/Udenhausen hat er schließlich schon fast alles erlebt. Als Zehnjähriger wechselte er vom VfL Kassel zum Verein, spielte in seinen insgesamt 17 Jahren zehn Saisons im Seniorenbereich. Von B-Liga bis Verbandsliga erlebte er bei der SGHU alles mit, fünf Aufstiege stehen einem Abstieg gegenüber. „Mein Herz blutet deshalb extrem, dass ich wechseln muss. Zumal ich mit meinen allerbesten Freunden Fußball spielen durfte. Aber eine neue Herausforderung kann auch nicht schaden.“

Der Wechsel in die Region Fulda erfolgt jedenfalls zwangsläufig: Zwei Jahre lang pendelte Möller von Kassel nach Frankfurt, wo er am Flughafen als Polizist arbeitet. Nun ist er mit seiner Freundin, die aus Fulda kommt, nach Petersberg gezogen. Die Gespräche mit dem Vorsitzenden Lothar Plappert sowie ein Probetraining haben ihn von der SGJ überzeugt, wo er die Lücke schließen könnte, die Johannes Kreis (Barockstadt II) hinterlässt - beide spielten kurioserweise am vergangenen Samstag im Feld gegeneinander. „Ich habe Bock auf die Verbandsliga, und mein Bauchgefühl hat für Johannesberg gesprochen.“

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