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Sieg im Gipfeltreffen: HSV überwintert auf Platz eins

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Von: Johannes Götze

Hünfelds Karlo Vidovic war für Dörnbergs Defensive nicht zu halten: Er holte den Freistoß vorm 1:0 heraus und bereitete das 2:0 vor.
Hünfelds Karlo Vidovic war für Dörnbergs Defensive nicht zu halten: Er holte den Freistoß vorm 1:0 heraus und bereitete das 2:0 vor. © Memento36

Der Hünfelder SV überwintert auf Rang eins der Verbandsliga Nord: Im Gipfeltreffen schlug der HSV den FSV Dörnberg hochverdient mit 2:0 (1:0) und fing das Überraschungsteam kurz vor Weihnachten doch noch ab.

Der HSV stellte im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen den Lichtenauer FV zweimal um: Für Simon Schilling spielte der genesene Leon Zöll als Linksverteidiger, dazu rückte Mark Zentgraf für den gesperrten Jonas Simon auf die Doppelsechs. Beim FSV kehrten mit Innenverteidiger Timo Dauber und Spielmacher Toni Dombai zwei ganz wichtige Spieler zurück.

Sieg im Gipfeltreffen: HSV überwintert auf Platz eins

Und sowohl Dombai als auch Zöll spielten Hauptrollen: Zöll war derjenige, der die hochverdiente Pausenführung für den HSV sicherstellte. Mittelstürmer Karlo Vidovic war Zentimeter vor dem Strafraum von Christian Krug von den Beinen geholt worden, Zöll – beidfüßig – nahm von halbrechts nicht den linken, sondern den rechten Fuß und zirkelte den Ball in den rechten Knick. FSV-Keeper Nico Bergner blieb chancenlos (32.).

Dass die Pausenführung völlig verdient war, zeigte ein Blick auf die Statistik, denn Hünfeld hatte gleich sechs Großchancen zu verzeichnen: Der omnipräsente Vidovic scheitere erst an sich selbst (6.), dann an Keeper Bergner (12.). Einmmal wurde Maximilian Fröhlichs Schuss aus kurzer Distanz mehrfach geblockt (20.), zudem traf Aaron Gadermann per Kopf die Unterkante der Latte (26.) und Kevin Krieger setzte einen Kopfball knapp daneben (40.). Dazu wurde Vidovic das vermeintliche 2:0 wegen einer hauchzarten Abseitsposition verwehrt (37.). Und Dörnberg? Hatte immerhin Dombai, der auffälligster Offensivakteur war und bei der einzigen echten Gelegenheit an HSV-Keeper Benedikt Kaiser scheiterte (38.).

Durchgang zwei fühlte sich dann komisch an, denn der FSV Dörnberg fand auf dem Kunstrasen einfach keine Mittel, um dem neuen Tabellenführer nur annähernd gefährlich zu werden. Der HSV stand stabil, spielte stets nach vorne und ließ das Spiel viel zu lange offen. Erst eine tolle Aktion von Vidovic, Hünfelds bestem an diesem Tage, über die linke Seite führte zur Erlösung: Zentgraf musste nach tollem Anspiel nur noch einschieben (77.). Dörnberg hatte nicht eine Torchance im zweiten Durchgang – und kann doch auf eine höchst erfolgreiche Hinserie zurückblicken. Was allerdings auch hängen bleibt: Ein Handgemenge nach Abpfiff, bei dem zwei Spieler glatt Rot sahen.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Kaiser; Häuser (82. Schilling), Dücker, Witte, Zöll – Gadermann, Zentgraf – Kassa (66. Vogler), Krieger (90.+2 Mujezinovic), Fröhlich (90.+3 Lovakovic)– Vidovic (87. Brähler).
FSV Dörnberg: Bergner; Lotzgeselle, T. Dauber, Krug, Gunkel – Hansch, D. Richter (75. Jozanovic) – Müller, Dombai, D. Dauber (75. K. Richter) – Kemper (65. Bätzing).
Schiedsrichter: Christian Steib (SC Dortelweil).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Leon Zöll (32.), 2:0 Mark Zentgraf (77.).
Rote Karten: Ivan Lovakovic (Hünfeld) und Florian Müller (Dörnberg) jeweils nach Spielende.

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