Noch ist es fraglich, ob Nils Hartung (links) Zweikämpfe mit Arnis Mulaj führen wird. Foto: Kevin Kremer
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Noch ist es fraglich, ob Nils Hartung (links) Zweikämpfe mit Arnis Mulaj führen wird.

Siegt das beste Auswärtsteam mal daheim?

Die Begegnung zwischen der SG Barockstadt II und der SG Johannesberg am Samstag (14.30 Uhr) birgt nicht nur aufgrund des Derbys Brisanz. Für beide Teams dürfte nur ein Sieg zählen, um im Tabellenkeller der Verbandsliga ein wenig nach Luft zu schnappen.

Nachdem die SGJ vor drei Wochen gegen Sandershausen einen Erfolg einfuhr, lag es am ungünstigen Spielplan, dass gleich die formstarken Teams aus Lichtenau und Weidenhausen als Gegner folgten. "Mit den letzten Resultaten sind wir nicht zufrieden, aber die Einstellung war sehr gut", hebt Trainer Zeljko Karamatic zufrieden hervor. Chancen erarbeitete sich seine Mannschaft in beiden Spielen, "aber das Manko war, dass wir sie nicht genutzt haben. Dieses Glück müssen wir uns kämpferisch erarbeiten", betont Karamatic.

Gegen Eichenzell machte sich der 49-Jährige nochmal ein Bild von der aus seiner Sicht "technisch starken Truppe", die nach dem Sieg gegen die Britannia ebenfalls ein Erfolgserlebnis gegen Johannesberg anstrebt, um sich aus den Abstiegsplätzen zu befreien. "Wir werden ein gleiches kämpferisches Spiel erwarten wie gegen Eichenzell. Da müssen wir unsere Ruhe bewahren. Gewinnen wir, haben wir zu den Abstiegsrängen etwas Abstand. Das wünschen wir uns", sagt Roth. Ein Erfolg seiner Mannschaft würde bedeuten, dass das beste Auswärtsteam der Liga die ersten Punkte auf dem heimischen Platz eingefahren hätte.

Verzichten wird Karamatic definitiv auf Niklas Zeller, der, so schätzt es der SGJ-Trainer ein, in diesem Jahr kein Spiel mehr bestreiten wird. Nils Hartung ist fraglich, das Training am Donnerstag soll entscheiden, ob es für den Verteidiger zu einem Einsatz reicht. Bei der SG Barockstadt wird wohl derselbe Kader wie gegen Eichenzell auf dem Platz stehen.

Spielfähig, aber dezimiert

Nachdem der FSV Thalau in der vergangenen Woche die Auswärtspartie in Vellmar aufgrund zu weniger Spieler absagen musste, kann Trainer Meik Voll gegen Hombressen/Udenhausen (Samstag, 15 Uhr) wieder eine Mannschaft ins Rennen schicken. Dennoch ist das Lazarett gut gefühlt: Philipp Mötzung, Nikolas Leinweber und Kevin Bonsu fallen sicher aus, hinter Florian Storch, Thomas Weichlein, Marco Link und Mohammed Sharif stehen Fragezeichen.

"Mit der Absage haben wir einen Punkt erreicht, an dem es tiefer nicht geht. Irgendwann muss es soweit sein, dass wir wieder ein Erfolgserlebnis haben. Für die Mannschaft, den Verein und das Umfeld wäre es sehr wichtig", sagt Voll. Hombressen/Udenhausen jedenfalls holte am vergangenen Wochenende ein Remis gegen CSC Kassel. "Bei ihnen sind total überraschende Ergebnisse dabei. Die Mannschaft ist sehr schwer einzuschätzen", betont Voll.

Die Britannia ist nach der Niederlage gegen die Zweite der Barockstadt beim FSV Dörnberg gefordert (Sonntag, 15 Uhr). "Wir haben nicht viel Zeit uns vorzubereiten und müssen alles reinwerfen. Es ist gerade bezeichnend, dass unsere letzten drei Tore Verteidiger gemacht haben. Wir müssen vorne einfach mal wieder einen über die Linie drücken", nimmt Sonnenberger vor dem Spiel in Dörnberg seine Stürmer in die Pflicht. Zeitgleich hat die SG Ehrenberg nach dem 2:0-Erfolg gegen Mitkonkurrent Sandershausen im Lichtenauer FV einen deutlich stärkeren Gegner vor der Brust. Die SG Bad Soden hat spielfrei.

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