Florian Storch gehört zu den zahlreichen Thalauer Ausfällen. Foto: Charlie Rolff
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Florian Storch gehört zu den zahlreichen Thalauer Ausfällen.

Thalau muss wahrscheinlich absagen

Zum Duell Erster gegen Letzter kommt es am Sonntag (15 Uhr) in der Verbandsliga. Oder besser gesagt: Es soll dazu kommen. Denn ob Schlusslicht FSV Thalau wirklich beim OSC Vellmar antreten kann, steht noch in den Sternen.

„Stand jetzt habe ich neun Feldspieler und zwei Torhüter“, erklärt FSV-Trainer Meik Voll. Der ohnehin schon kleine Kader hat mit neun Ausfällen zu kämpfen: Florian Storch, Thomas Weichlein und Philipp Mötzung sind verletzt, Timo Müglich und Nikolas Leinweber gesperrt. Neuzugang Ermyas Bereke ist noch nicht spielberechtigt, Stanislav Szilagyi als Trainer mit Barockstadts U19 unterwegs. Dazu kommen der verhinderte Lukas Kress sowie Marcel Martinez, der als einziger noch eine Option für Sonntag werden könnte, allerdings einen Trauerfall in der Familie zu überwinden hat.

Da die zweite Mannschaft am gleichen Tag ihr wichtiges Spiel bei Dipperz/Dirlos II austrägt und dort nur zwölf Akteure zur Verfügung stehen, könnte Thalau gezwungen sein abzusagen. „Wer mich kennt weiß, dass so etwas für mich eigentlich keine Option ist. Wir werden krampfhaft versuchen, noch eine Mannschaft zusammenzustellen. Aber so, wie der Stand jetzt ist, wäre eine Austragung nicht möglich“, unterstreicht Voll.

Für den Trainer gehe es auch darum, die Mannschaft zu schützen – unabhängig von der Qualität des Gegners: „Mit einem zweistelligen Ergebnis wäre am Ende niemandem geholfen“, betont der Thalauer Trainer, dem schon im Vorfeld bewusst war, welch schwierige Saison vor dem Verein liegen würde. „Der Kader hat nicht die Ligareife, das wissen wir. Deshalb müssen wir versuchen, den Verein so schadfrei wie möglich in die Gruppenliga zu bekommen. Man könnte es sich einfach machen und hinschmeißen, aber so bin ich nicht. Und die Mannschaft hat ebenfalls einen starken Charakter“, betont Voll.

Richtungsweisendes Spiel für Ehrenberg

Viel entspannter ist die Personallage in Johannesberg, zumal Torben Grosch und Nikola Milankovic, dessen Sperre reduziert wurde, wieder spielberechtigt sind. Allerdings wird Regisseur Niklas Zeller gegen Weidenhausen (Samstag, 15 Uhr) verletzt ausfallen. „Ich bin trotzdem optimistisch. Wir können aufbauen auf die Dinge, die wir in Lichtenau gut gemacht haben“, sagt Trainer Zeljko Karamatic trotz der 0:3-Pleite. Zuversichtlich stimmt zudem die Bilanz gegen die Adler: Nur ein Duell wurde seit dem Aufstieg 2017 verloren.

Deutlich schlechter ist die Ehrenberger Bilanz gegen Sandershausen, die TSG gewann beide Auswärtsspiele – vor einem Jahr sogar nach 0:2-Rückstand. Dieses Mal dürfte der Fokus der Rhöner vor allem auf der Defensive liegen. Denn viermal gewann die SGE in dieser Saison, in allen Spielen stand hinten die Null. „Wir machen es aber auch offensiv ordentlich und sind eigentlich immer gefährlich“, betont Trainer Sebastian Vollmar vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr). „Ich gehe von einem engen Spiel aus. Jeder, der die Tabelle lesen kann, weiß, wie wichtig das Spiel ist.“ Mit einem Sieg kann Ehrenberg punktemäßig mit dem Gegner gleichziehen.

Nicht im Einsatz sind derweil Eichenzell und Barockstadt II, die ihr Spiel auf Mittwoch verlegt haben. Der Dritte Bad Soden hat den Sechsten SSV Sand zu Gast (Samstag, 15 Uhr).

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