Lichtenaus Sinan Üstün im Duell mit Nikolas Leinweber (links) und Fitsum Yemane. Foto: Kevin Kremer
+
Lichtenaus Sinan Üstün im Duell mit Nikolas Leinweber (links) und Fitsum Yemane.

Und plötzlich ein zweifelhafter Pfiff

Verbandsligist FSV Thalau hat die geforderte Reaktion nach dem 1:5 in Sandershausen gezeigt, gegen den Lichtenauer FV jedoch mit 1:2 (0:1) verloren. Dabei hatten die Hausherren Pech, das spielentscheidende Szenen gegen die Thalauer ausgelegt wurden.

Schiedsrichterin Julia Boike entschied sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für einen Pfiff, der Thalau und insbesondere deren Trainer Meik Voll auf die Palme brachte. Von der Strafraumkante schloss Maxim Antoniuc ab, der Ball wurde von Philipp Mötzung zur Ecke geklärt. Scheinbar regelwidrig, wie Linienrichter Pascal Borck erkannt haben wollte. Er gab Boike den Impuls, Elfmeter zu pfeifen und die Schiedsrichterin vertraute ihrem Assistenten. Benjamin Orschel trat für Lichtenau an und verwandelte (45.+3).

"Das Handspiel hat niemand gesehen. Wir bekommen zwei strittige Situationen gegen uns gepfiffen, das ist mega unglücklich", sagte Voll. Unverdient war die Pausenführung für die Gäste nicht. Von Beginn an übernahm Lichtenau die Kontrolle über das Spiel und ließ Thalau anfangs nur hinterherlaufen. Die ganz großen Torchancen fehlten allerdings, bis auf Annäherungen, bei denen FSV-Schlussmann Markus Herber nicht eingreifen musste, brachte der LFV nicht zustande.

Bei den Hausherren lag der Fokus darauf, nach der 1:5-Schlappe gegen Sandershausen in der Vorwoche wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Voll nahm keinen Spieler aus seiner Kritik aus, verlangte, dass seine Spieler eine Reaktion zeigen und sich zerreißen sollen. Und die Einstellung stimmte bei den Thalauern, die die Zweikämpfe suchten und führten, allerdings spielerisch dem Gast unterlegen waren. So war es ein Standard von Florian Storch, den Thomas Weichlein im Gestochere über die Linie drückte, der Thalau zurück ins Spiel brachte (50.).

"Wir haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Gegen Lichtenau kann man verlieren, ein Punkt wäre aber bestimmt nicht unverdient gewesen", betonte Voll. Allerdings offenbarte Thalau in der Defensive eine entscheidende Lücke, die Lichtenau zu nutzen wusste. Alexandru Cucu brachte aus dem Halbfeld die Flanke, die Dmitri Maneacov per Kopf einnetzen konnte (61.). Das in der Offensive ersatzgeschwächte Thalau - Timo Müglich und Stanislav Szilagyi fehlten - hatte Pech, das Weichlein bei seinem zweiten Treffer im Abseits stand (56.) und die Schlussoffensive aufgrund der Gelb-Roten Karte gegen Storch (85.) ausblieb.

Die Statistik

FSV Thalau: Herber - Zimmer (82. Martinez), Weichlein, Mötzung, Schäfer - Leinweber (85. Link), Sharif - Yemane, Storch, Schenkel - Aydogan.
Lichtenauer FV: Bantis - Cucu, Mimbala, Breidt, Üstün - Orschel - Salioski (70. Hoffmann), Antoniuc (67. Eker), Kaufmann, Tadeis Gambetta (78. Kurt) - Maneacov.
Schiedsrichter: Julia Boike (1. FFC Frankfurt).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Benjamin Orschel (45.+3, Handelfmeter), 1:1 Thomas Weichlein (50.), 1:2 Dmitri Maneacov (61.).
Gelb-Rote Karte: Florian Storch (Thalau) wegen wiederholtem Foulspiel (85.).

Das könnte Sie auch interessieren