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Unkonstante Top-Teams: Fliedens Hohmann „ärgert es umso mehr“

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Von: Steffen Kollmann

Martin Hohmann SV Flieden
Martin Hohmann musste als Sportlicher Leiter des SV Buchonia Flieden zuletzt die Augen zukneifen. Nun soll wieder ein Sieg in der Verbandsliga Nord her. © Charlie Rolff

Seit fünf Spielen sieglos, zuletzt ein spielfreies Wochenende und trotzdem auf Rang zwei: Was sagt der Tabellenplatz des SV Buchonia Flieden über die Verbandsliga Nord aus?

„Die Verbandsliga ist eine Wundertüte“, antwortet Martin Hohmann, Sportlicher Leiter des SV Buchonia Flieden. „Konstanz ist das Stichwort, womit sich auch andere Favoriten wie Bad Soden oder Barockstadt schwer tun. Dass wir seit fünf Spielen nicht gewonnen haben, ärgert mich umso mehr, denn es wäre ja – in Anführungszeichen – angesichts der anderen Ergebnisse leicht möglich, wieder aufzusteigen.“ Hohmann zeigt sich trotzdem froh, dass Flieden weiter oben mitmischt – und möchte den Anschluss gerne halten. Denn im neuen Jahr scheint eine Rückkehr von Unterschiedsspieler Fabian Schaub, der erste Schritte auf dem Platz macht, realistisch.

Verbandsliga Nord: SV Buchonia Flieden fünf Spiele in Folge ohne Sieg

Dass Flieden nach einer „katastrophalen“ Hessenliga-Saison und durchwachsener Vorbereitung einen super Start hingelegt hat, nach sieben Siegen aber fünfmal nicht gewonnen hat, erklärt Hohmann so: „Die Gegner haben irgendwann gesagt: ‚Hier kommt der Tabellenführer, da stellen wir uns hinten rein.‘ Das war teilweise wie beim Eishockey. Damit sind wir nicht zurecht gekommen, auch weil einige Offensivkräfte nicht in bester Form sind.“

Damit das Spiel gegen Eichenzell (morgen, 15 Uhr) anders läuft, wünscht sich der Sportliche Leiter eine 1:0-Führung. Denn Hohmann macht klar: „Es ist allerhöchste Zeit, ein Spiel zu gewinnen.“ Dass die Fliedener ein dickes Brett zu bohren haben, wenn Eichenzell seine beste Elf aufbietet, ist allen bewusst. Zuletzt verlor die Britannia aber 0:4 gegen Abstiegskandidat Sandershausen.

Fabian Schaub bald wieder am Rasen für den SV Buchonia Flieden?

Ein Ergebnis, das weder der SG Johannesberg noch der SG Ehrenberg geschmeckt haben dürfte. Beide Osthessen stehen auf möglichen Abstiegsplätzen und verloren die jüngsten drei beziehungsweise sogar vier Partien. Deswegen sagt SGE-Trainer Meik Voll vor dem direkten Duell in Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr): „Das ist ein Spiel, das keiner von beiden verlieren darf.“

Voll spricht von einem „scheiß Sog“, in dem sich die Rhöner befinden, kann seiner Mannschaft trotz zuletzt vier Pleiten aber keinen Vorwurf machen. „Wir waren noch in keinem Spiel gnadenlos unterlegen, obwohl wir mit Spielern wie David Wollny, Sven Kemmerzell oder Moritz Schäfer Langzeitausfälle haben.“ Bei Johannesberg listet Voll dagegen Schlüsselspieler wie Niklas Odenwald und Radek Görner auf, die jederzeit den Unterschied ausmachen können. „Dort war die Zielvorgabe vor der Saison sicherlich eine andere. Da ist Druck drauf, das könnte unser Vorteil sein.“

Ehrenbergs Trainer Meik Voll: „Da ist Druck drauf“

Dass Ehrenberg Johannesberg schlagen kann, wurde in der Vorbereitung im Kreispokal deutlich. In der Verlängerung siegten die Rhöner, obwohl diese im Nachhinein monierten, dass man sich eigentlich auf ein direktes Elfmeterschießen geeinigt hatte. Zündstoff ist also vorhanden.

Den nächsten Schritt in die vordere Tabellenregion kann zeitgleich Bronnzell gehen, die Viktoria empfängt Vellmar. Zudem kommt es zum Topspiel zwischen Tabellenführer Dörnberg und Bad Soden. Die Gäste lieferten zuletzt im Hessenpokal gegen Hessen Kassel (1:2) einen tollen Fight. Während Hünfeld spielfrei ist, reist Barockstadts U23 morgen (16 Uhr) nach Sandershausen.

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