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Vidovic und Rohde fliegen – der HSV gewinnt trotzdem klar – Bildergalerie

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Von: Johannes Götze

Die erste Halbzeit spielte der HSV fast wie aus einem Guss und bejubelt hier einen der vier Treffer.
Die erste Halbzeit spielte der HSV fast wie aus einem Guss und bejubelt hier einen der vier Treffer. © Memento36

Der Hünfelder SV ist vor heimischem Publikum derzeit eine Macht: Nach dem 2:0 gegen Sandershausen und dem 6:0 gegen Johannesberg gewann der Verbandsligist auch das Derby gegen Eichenzell klar mit 5:2 (4:0).

Schon der Blick auf die Ersatzbank verheißt den Gegnern des HSV derzeit nichts Gutes: Max Vogler, Marius Müller oder Julian Rohde nahmen gegen Eichenzell dort Platz – eine Menge individuelle Offensivqualität also. Und auf dem Platz war sie noch größer: Jemal Kassa, Karlo Vidovic, Kevin Krieger und Maximilian Fröhlich besetzten die vorderen Positionen, spielten gegen tiefstehende Britannen teils geduldig und teils rasend schnell. Weil Mark Zentgraf aus dem defensiven Zentrum sowie die Außenverteidiger Marcel Dücker und Nicolas Häuser zusätzlich ständig in die Tiefe starteten, war Hünfeld für Eichenzell in der ersten Halbzeit mindestens eine Hausnummer zu groß. Das 4:0 in der Höhe verdient.

Vidovic und Rohde fliegen in wilder zweiter Hälfte

Aber die zweite Halbzeit, die war für die Gastgeber eine zum Vergessen: Nicht nur, dass nach dem schnellen Anschlusstreffer durch Marcel Ludwig die Leichtigkeit verloren ging, sondern auch, dass sich Vidovic einen Aussetzer erlaubte, als er völlig unnötig Sebastian Körner an der Mittellinie umtrat und die Rote Karte sah. Wie sehr dem Mittelstürmer, der das Spiel per tollem Volleytreffer eröffnet hatte, das selbst zusetzte, merkte man an seiner Reaktion: Er lag am Boden, hielt sich die Hände vors Gesicht und begleitete den am Knöchel verletzten Körner vom Feld.

Die Entscheidung von Schiedsrichter Alexander Pächthold Rot zu zeigen, war völlig richtig. Allerdings hatte der Unparteiische ansonsten arge Probleme in der Zweikampfbeurteilung und entschied im ersten Durchgang bei einer klaren Notbremse von FCB-Keeper Christian Kirbus unverständlicherweise auf Foul von Vidovic, anstatt Kirbus Rot zu zeigen (31.). Dass dann noch HSV-Kapitän Rohde Gelb-Rot sah, passte ins Bild.

Was an Eichenzell gefiel, dass sich die Britannen nach der Pause nicht aufgaben, gerade nach dem Anschluss durch Ludwig nur nach vorne spielten. Allerdings blieben die glasklaren Gelegenheiten aus, um eine echte Aufholjagd zu starten. Und so war es für die fünf Ex-Hünfelder im FCB-Trikot eine unschöne Rückkehr: Der kränkelnde Sebastian Alles musste von der Tribüne aus zusehen, Daniel Kornagel saß zunächst auf der Bank und wurde nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung direkt wieder angeschlagen ausgewechselt. Ferhat Yildiz bereitete immerhin ein Tor, Lukas Budenz spielte solide auf der Sechs und Körner hat einen dicken Knöchel.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Kaiser; Dücker, Fuß, Witte (55. Schilling), Häuser – Zentgraf, Simon (73. M. Müller) – Kassa (60. Vogler), Krieger (64. Rohde), Fröhlich (86. Mujezinovic) – Vidovic.
Britannia Eichenzell: Kirbus; Ganß (82. Wettels), Sonnenberger, Kücükler, Gutberlet (46. Broschke) – G. Müller, Budenz – Yildiz (62. Kornagel, 72. Akkilinc), Ludwig, Körner (76. Bagci) – Rützel.
Schiedsrichter: Alexander Pächthold (TSV Treis/Lumda).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Karlo Vidovic (17.), 2:0 Mark Zentgraf (37.), 3:0 Maximilian Fröhlich (38.), 4:0 Maximilian Fröhlich (42.), 4:1 Marcel Ludwig (49.), 5:1 Marius Müller (84.), 5:2 Marcel Ludwig (90.+3).
Rote Karte: Karlo Vidovic (Hünfeld) wegen groben Foulspiels (74.).
Gelb-Rote Karte: Julian Rohde (90.+2, Hünfeld).

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