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Knallt‘s zwischen dem HSV und Bad Soden?

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Von: Tobias Konrad

Niklas Zeller SG Johannesberg gegen CSC 03 Kassel David Simoneit
Das Trikot der SG Johannesberg hat Niklas Zeller (rechts) abgelegt. Mit der SG Bad Soden tritt er morgen zum Derby beim Hünfelder SV an. © Charlie Rolff

Mit dem Hünfelder SV und der SG Bad Soden stehen sich morgen (15 Uhr) zwei Teams aus der Spitzengruppe der Verbandsliga Nord gegenüber, die mit offensivem Fußball begeistern können.

Die Offensivstärke hat der HSV schon unter Beweis gestellt, sind die 21 erzielten Treffer Bestwert der Liga. Mindestens genauso viele Buden hätten man Bad Soden zugetraut, bei einem Spiel weniger stehen bei den Kurstädtern aber erst deren elf auf der Habenseite. Ist etwa Sodens Stärke der vergangenen Jahre abhanden gekommen? Wohl kaum. Die Truppe von Anton Römmich steht seit jeher für Spektakel, allerdings meist auf eigene Kosten. Der Blick zur Offensive offenbarte Schwächen in der Defensive. In dieser Saison liegt vielleicht genau darin der Unterschied. Die elf geschossenen Tore sind zwar die wenigsten der Spitzengruppe, die nur fünf Gegentreffer aber ebenfalls. 

Bad Sodens Zeller: „Schauen auf die richtige Balance“

Einer, der seinen Teil dazu beisteuert, ist Niklas Zeller. Der 27-Jährige kam nach vier Jahren bei der SG Johannesberg an den Bornweg. Bei der SG spielte sich der gebürtige Steinauer umgehend in der Zentrale fest. Und gibt mit seiner Rolle die nötige Stabilität? „Ich glaube nicht, dass es nur an meiner Person liegt. Der Kader ist genauso gut wie vorige Saison. Ich glaube, dass wir einen intensiveren Blick auf die richtige Balance haben und immer für die nötige Absicherung sorgen. Es soll nicht vogelwild sein. Dass wir selbst mal kein Tor schießen, kommt eben ganz selten vor“, erläutert Zeller. In den jüngsten drei Ligaspielen mussten die „Sprudelkicker“ kein Gegentor hinnehmen, beim 0:3 davor gegen die Barockstadt-Reserve setzte es die einzige Niederlage bei sonst nur Siegen. Genau jene Pleite könnte ausschlaggebend für weitere Erfolge sein. „In dieser Partie hat kein einziger Spieler funktioniert. Das war einfach nur schlecht. Trotzdem war es gerade deshalb womöglich gut für den Kopf. Es hat unsere Sinne geschärft und aufgezeigt, wie stark die Liga ist.“

Hünfeld gegen Bad Soden ein Spiel mit Knalleffekt?

Bleibt die Frage, ob sowohl Hünfeld als auch Soden im direkten Duell mit ihren offensiven Reihen heiß laufen. Eine Antwort darauf kann Zeller nicht geben: „Wenn es direkt am Anfang knallt, lösen sich bei beiden Teams womöglich die Fesseln und die Zuschauer können sich auf ein Spektakel freuen. Doch vielleicht wird‘s genau anders herum und es ist taktisch geprägt.“ Für die Sodener darf es gerne laufen wie beim letzten Gastspiel auf der Rhönkampfbahn: Im Februar dieses Jahres drehte die Römmich-Elf im Testspiel einen 0:2-Pausenrückstand in einen 3:2-Sieg. Zeller würd‘s freuen, weiß er doch, dass seine Hünfeld-Bilanz nicht allzu rosig erscheint – allein die letzten drei Spiele mit Johannesberg ging verloren. „Es steht außer Frage, dass der HSV ein richtig guter Gegner ist und sich mittlerweile gefangen hat“, sagt der 27-Jährige. Seinem Ex-Club drückt er nach wie vor die Daumen, spricht von genügend Potential für die Liga und hofft, dass die SGJ dem FSV Dörnberg (Sonntag, 15 Uhr) ein Bein stellt. Soden könnte von einem Patzer des Tabellenzweiten nämlich profitieren.

Ein Großteil der anderen osthessischen Mannschaften ist am Sonntag (15 Uhr) auswärts gefordert. Spitzenreiter SV Flieden beim Lichtenauer FV, die SG Ehrenberg beim TSV Wabern und der FC Eichenzell beim SC Willingen. Heimrecht genießt zeitgleich die SG Bronnzell gegen die TSG Sandershausen und schon am Samstag (16 Uhr) ist der Tabellendritte SG Barockstadt U23 bei der SG Klei./Hun./Doh. zu Gast.

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