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Bad Sodens Effektivität knackt Eichenzell

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Von: Tino Weingarten

Fußball Verbandsliga Nord: SG Bad Soden- FC Eichenzell
Betim Mezini (verdeckt) wird von seinen Kollegen für seinen Elfmetertreffer gegen den FC Eichenzell geherzt. © Oliver Müller

Der SG Bad Soden ist der erste Sieg unter Interimstrainer Wladimir Römmich gelungen. Mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg überholt Bad Soden den FC Eichenzell, dem durch eine diskutable Entscheidung die Partie entglitt.

Für größte Aufregung sorgte die Szene, die das Spiel zugunsten der SG Bad Soden kippte. Alexander Okyere und Eichenzells Kapitän Benedikt Rützel waren im Laufduell, im Sechzehner kamen beide zu Fall. Schiedsrichter Manuel Abbondanza zeigtet zum Unverständnis der Gäste auf den Punkt, unter den Zuschauern herrschte rund um diese Szene viel Diskussion. Betim Mezini verlud Britannen-Keeper Christian Kirbus und brachte die Hausherren auf die Siegerstraße.

Verbandsliga: SG Bad Soden überholt FC Eichenzell in der Tabelle

Die Meinungen der Trainer gingen nach dem Spiel auseinander. Während Bad Sodens Interimstrainer Wladimir Römmich einen richtigen Pfiff sah („Wenn er mit dem Tempo getroffen wird, ist es Elfmeter“), sprach Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger von einer Fehlentscheidung: „Den darf man nicht pfeifen. Unser Spieler spielt den Ball und der Gegner läuft ihm in die Hacken. Für uns ist das sehr ärgerlich, weil wir eine gute erste Halbzeit gespielt haben.“

Fortan bekam Bad Soden mehr Zugriff auf den Gegner, nachdem die Anfangsphase an Eichenzell gegangen war. Ferhat Yildiz (6.) und Marc Wettels (17.) hatten sehr gute Möglichkeiten zur Führung für den Gast. Doch viel mehr Ballbesitz und defensive Stabilität der Hausherren im Laufe der Partie sorgten dafür, dass die Mannschaft von Interimstrainer Römmich nur noch wenige Zweifel am Sieger übrig ließ. „Unsere Taktik ist aufgegangen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen, sind darüber ins Spiel gekommen und über unser Umschaltspiel den Unterschied ausgemacht“, sagte Römmich.

SG Bad Soden: Unter Wladimir Römmich vier Punkte aus zwei Spielen

Eine starke Aktion von Lukas Ehlert, der Kirbus zum 2:0 überlupfte (65.), sorgten für die Vorentscheidung. Im Anschluss stimmte die Körpersprache der Britannen nicht, Daniele Fiorentino verpasste nur eine Minute später die Entscheidung und traf nur das Außennetz. In der Schlussphase drängte Eichenzell auf den Anschlusstreffer, stellte mit offensiven Einwechslungen wie Patrick Broschke und Tayyip Akkilinc auf drei Spitzen um. Die richtige Durchschlagskraft gab es aber nicht, Bad Soden überholt dadurch Eichenzell.

„Es hat keine bessere oder schlechtere Mannschaft gegeben. Die effektivere hat gewonnen. Wir ärgern uns sehr, denn hier war viel mehr drin“, sagte Sonnenberger. Für Römmich dagegen passt die Ausbeute aus den letzten beiden Spielen: „Wir wollen bis zur Winterpause bestmöglichen Kontakt nach oben halten und unseren Ambitionen gerecht werden. In der Pause haben wir genug Luft, uns zu sammeln und für Spannung zu sorgen.“

SG Bad Soden: Aulbach; Okyere (46. Demuth), Gavric, Neiter, Kymlicka - Trägler (75. Ilir), Mezini (83. Vinojcic), Zeller, Ehlert (87. Laubach) - Noori (69. Bezirovic), Fiorentino.
FC Eichenzell: Kirbus; Körner, Sonnenberger, Ganß, Gutberlet (70. Kücükler) - G. Müller, Alles - Yildiz, Ludwig, Rützel (64. Broschke) - Wettels (77. Akkilinc).
Schiedsrichter: Manuel Abbondanza (SC Kohlheck).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Betim Mezini (35., Foulelfmeter), 2:0 Lukas Ehlert (65.).

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