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Hinspiele noch in bester Erinnerung

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Von: Tobias Konrad

Fußball 2021-2022/Verbandsliga Nord 2021-2022/SG Johannesberg (weiss/rot) - FSV Thalau (blau) 6:3
Stellt der FSV Thalau um Thomas Weichlein dem FC Eichenzell erneut ein Bein? © Charlie Rolff

Die Verbandsliga Nord startet in die Rückrunde. Wird dabei der FSV Thalau erneut zum Stolperstein für den osthessischen Rivalen FC Britannia Eichenzell (Sonntag, 15 Uhr)?

Mit einem 2:2 im Derby trennten sich beide Teams kurz vor der Winterpause. Für Thalau war es erst der zweite Punkt, für Eichenzell eine maßlose Enttäuschung. Thomas Hütsch übernahm den FSV damals interimsmäßig, nun bleibt er bis Saisonende. Blickt er einige Monate zurück, fand der Trainer eine aufgrund der Niederlagenserie total verunsicherte Truppe vor, die von der gesamten Situation deprimiert war. Zudem war innerhalb des Teams nicht alles rosig, was an den zahlreichen Abgängen anschließend deutlich wird.

Doch Hütsch stellt klar, dass sich fortan einige Dinge getan haben. Der Verein ist zusammengerückt, der dezimierte Kader klagt nicht, sondern blickt auf den steinigen Weg voraus. „Wir wollen die Rahmenbedingungen in der Verbandsliga genießen und versuchen, Woche für Woche Punkte zu sammeln. Die Chancen sind nicht groß, doch das ist uns bewusst“, sagt Hütsch. Punkte in einem Derby wie am Sonntag sind etwas Besonderes, allen voran gilt es sich jedoch, gut zu verkaufen: „Wir haben Jungs in der Mannschaft, die schon viel erlebt haben. Selbst bei einer Vielzahl von Niederlagen dürfen wir uns nicht runterziehen lassen, schließlich denken wir perspektivisch und schauen auf die neue Saison. Eichenzell hat eine Qualität, an der ganz andere Gegner zerbrechen werden.“

Wie schon jüngst beim Kreispokalspiel gegen Horas werden Akteure aus der Reserve aushelfen. „Das wird sich bis zum Saisonende durchziehen. Durch Schichtarbeiter oder Krankheiten haben wir unsere Probleme. Aber die Jungs aus der Zweiten sind voller Tatendrang.“ Sollte das Wetter mitspielen, findet das Derby auf dem Eichenzeller Rasenplatz statt.

Tiefer Platz verlangt andere Komponenten

Das zweite osthessische Derby findet zeitgleich in Wüstensachsen statt. Die SG Ehrenberg will gegen die SG Barockstadt U23 das 0:1 aus dem Hinspiel wettmachen, die Leistung aus jener Partie soll die Elf von Sebastian Vollmar aber erneut auf den Rasen bringen. Doch Vollmar erwartet ein anderes Spiel, denn statt des Kunstrasens wird der Platz nun wesentlich tiefer sein. „Wir brauchen also andere Komponenten. Der Kampf steht im Vordergrund, zudem können Fehler fatal sein. Es gilt, die Bedingungen anzunehmen“, blickt Vollmar voraus, der bei seinem Team einen Fortschritt in den vergangenen Wochen feststellen konnte. So waren die Leistungen gegen Neuhof und Borsch besser als zuvor, wenngleich in der Rhön vor allem nur Lauftraining möglich war. Die Schäfer-Brüder Marius und Moritz sowie Lucas Breunig und Vasyl Kosovan fallen aus.

Sodens Kader komplett

Die SG Bad Soden trifft derweil auf einen Gegner, der Beton anrühren kann. Die SG Hombressen/Udenhausen hat mit 28 Gegentoren wesentlich weniger als die Konkurrenz in der Abstiegszone. „Es ist ein Vorteil für uns, dass wir gegen diese Mannschaft das letzte Spiel 2021 bestritten haben. Wir kennen sie“, sagt Soden-Coach Anton Römmich und fügt an: „Sie sind eine typische Kontermannschaft, die in der Hinrunde viel Verletzungspech hatte und nicht in die Abstiegszone gehört.“ Das Hinspiel gewann Bad Soden mit 4:2. Die Sprudelkicker können wohl auf den kompletten Kader zurückgreifen.

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