Torben Grosch (rechts) beförderte den Ball unglücklich ins eigene Tor. Foto: Charlie Rolff
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Torben Grosch (rechts) beförderte den Ball unglücklich ins eigene Tor.

Zeller geht, Grosch trifft ins eigene Tor

Auf Siege folgen Niederlagen: Das war auch nach dem vierten Verbandsliga-Erfolg der SG Johannesberg der Fall. Gegen den FSV Dörnberg waren die Hausherren vor allem körperlich das unterlegene Team.

Nach dreiwöchiger Verletzungspause konnte SGJ-Kapitän Niklas Zeller wieder mit dabei sein. Richtig fit war der Spielgestalter, der teils als vorderste Spitze agierte, sich aber auch oft ins defensive Mittelfeld zurückfallen ließ, noch nicht, dennoch ließ der frühere Regionalliga-Spieler einige Male seine Klasse aufblitzen. Und bezeichnend dafür, was ohne Zeller passiert, war die Phase nach seiner Auswechslung. Nur eine Minute später beförderte Torben Grosch, für Zeller gekommen, den Ball nach einem Freistoß zum 1:2 ins eigene Tor (74.).

„Bei den Gegentoren sind wir nicht konzentriert genug, wir laden den Gegner ein“, haderte SGJ-Trainer Zeljko Karamatic, der einen schlechten Start seiner Mannschaft sah. Und nach gerade einmal sechs Minuten genügte ein langer Ball hinter die Kette, um Dominik Richter den Weg zu bereiten. Florian Müller (17.) und Pascal Kemper (24.) hätten freistehend erhöhen können, doch dann fing sich Johannesberg. Und glich vor der Pause aus, als Kirche Ristevskis Flanke den Kopf von Nikola Milankovic fand (39.). Nach der Pause hatten Joker Adrian Köpf und Niklas Odenwald nach einer Flanke die beste Gelegenheit, bekamen den Ball aber nicht entscheidend auf den Kasten (66.).

Danach ging Zeller, Grosch köpfte unglücklich ins eigene Tor und eine Reaktion der Hausherren blieb aus. Stattdessen vollendete Dörnberg – dem FSV war nach acht Spielen mit nur einer Niederlage anzumerken, dass ordentlich Selbstvertrauen vorhanden war – in Person von Müller einen blitzsauberen Konter zum 1:3-Endstand (84.). „Dörnberg hat verdient gewonnen“, konstatierte Karamatic. „Nach dem Sieg bei Barockstadt II war Euphorie da, aber die Kunst im Fußball ist es, die Leistung konstant abzurufen. Das ist uns leider nicht gelungen.“ Die SGJ bleibt Drittletzter und muss im letzten Spiel 2021 zu Topteam CSC Kassel.

Die Statistik:

SG Johannesberg: Kreis; Schwarz, Srsen, Hartung, Ristevski – Butsch, Milankovic, Ferreira da Silva (56. Köpf) – Odenwald, Zeller (73. Grosch), Gjocaj (78. Maierhof).
FSV Dörnberg: Bergner; Bergmann (90.+3 Rexhepi), T. Dauber, Gunkel, Lotzgeselle – Hansch, Richter – D. Dauber, Stück, Müller (90.+1 Stockfisch) – Kemper (86. Dombai).
Schiedsrichter: Steffen Krah (SV Herolz).
Zuschauer: 140.
Tore: 0:1 Dominik Richter (6.), 1:1 Nikola Milankovic (39.), 1:2 Torben Grosch (74., Eigentor), 1:3 Florian Müller (84.).

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