In dieser Szene holte sich der Thalauer Florian Storch (links) die Gelbe Karte ab. Foto: Charlie Rolff
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In dieser Szene holte sich der Thalauer Florian Storch (links) die Gelbe Karte ab.

Zurück mit einem Knall

Fast zehn Monate warteten die Fußballfans der Region auf regulären Punktspielbetrieb. Und als hätten sich beide Mannschaften in dieser Zeit alles aufgehoben, boten die SG Johannesberg und der FSV Thalau den 200 Besuchern beim Verbandsliga-Auftakt ein wahres Spektakel.

Meik Voll, Trainer des unterlegenen FSV, fasste es nach dem Spiel treffend zusammen: "Wenn die Leute vom Sportplatz gehen, musst du ihnen normalerweise noch einmal Eintritt abnehmen." Neun Tore, zwei Rote Karten, viele Torchancen. Klar, die Tumulte mit dem Halbzeitpfiff, als Spieler beider Mannschaften aufeinander losgingen und Johannesbergs Coach Zeljko Karamatic daraufhin die Rote Karte sah, sind Bilder, die niemand vermisst und gebraucht hat. Dennoch war das Spiel Balsam auf die durch Corona geschundene Seele.

Gerade einmal fünf Minuten dauerte es, ehe sich schon ein Teil des Eintrittsgeldes gelohnt hatte: Stanislav Szilagyi war durchgebrochen, traf aber nur den Pfosten. Thalau blieb jedoch am Ball, über Umwege landete der Ball bei Christopher Schenkel, der mit einem sehenswerten Distanzschuss jedoch die Latte anvisierte. "Für uns war eine Menge drin, aber wir haben das nicht sauber zu Ende spielen können. Und dann wird es für uns eine schwierige Saison", sagte Voll. Denn nach dem Führungstreffer durch Timo Müglich kehrte seine Mannschaft vom bis dahin erfolgreichen Spiel ab und ließ Johannesberg so zurück in die Partie kommen.

Glück im Unglück: Durch Kirche Ristevskis Verletzung musste Karamatic das System umstellen und brachte Patrise Gjocaj ins Spiel, der vier Minuten später zum Ausgleich traf. Ob es am Systemwechsel lag? Ich denke schon, denn wir sind danach viel besser über die Außen gekommen", sagte Karamatic. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Johannesberg auf 4:1 und war längst auf der Siegerstraße.

Dass auch Johannesberg noch Arbeit vor sich hat, wird durch die drei Gegentore deutlich. Zu sehr spielten die Hausherren nach dem 4:1 und in Unterzahl nach vorne. Ausgezahlt hat es sich für die SGJ aber allemal. "Es war in keiner Minute langweilig. Sportlich war alles dabei und am Ende haben wir ein positives Resultat eingefahren", freute sich Karamatic, bei dem allerdings ebenso Sorgenfalten erkennbar waren. Auf Ibrahima Samb muss er im kommenden Spiel aufgrund der Gelb-Roten Karte verzichten, Spielmacher Niklas Zeller verletzte sich am Oberschenkel und humpelte nach dem Spiel über das Gelände.

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