Jubel! Lukas Schwarz markierte soeben den Ausgleich für die SG Johannesberg im Derby gegen die SG Barockstadt II. Foto: Charlie Rolff
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Jubel! Lukas Schwarz markierte soeben den Ausgleich für die SG Johannesberg im Derby gegen die SG Barockstadt II.

Zwei Serien reißen, eine bleibt bestehen

Die SG Johannesberg kann doch noch gegen die Reserve der SG Barockstadt gewinnen. Mit 3:1 (1:1) siegte die SGJ in der Verbandsliga am Lehnerzer Galgengraben und konnte die Niederlagen-Serie gegen den Kontrahenten durchbrechen.

Die vergangenen fünf Duelle gingen allesamt an die SGB-Reserve. Johannesbergs Trainer Zeljko Karamatic war das bewusst, entsprechend glücklich war er im Nachgang der Partie. Und er konnte stolz auf seine Mannschaft sein, die neben den drei Toren weitere Gelegenheiten teils kläglich vergaben. "So ist das, wenn du unten stehst. Aber ich bin froh, dass sich die Jungs belohnt haben. Es war in allen Belangen eine super Vorstellung", resümierte Karamatic. Etwas anders war nach der Niederlage logischerweise die Laune bei Florian Roth. Der SGB-Trainer erkannte an, "dass wir zurecht unterlegen waren. Insgesamt hat etwas gefehlt, vielleicht waren die Beine noch von der Partie unter der Woche in Eichenzell schwer." Ärgern musste sich Roth zudem über den Verlust seiner Serie, denn seitdem er Coach der Reserve ist, musste der 39-Jährige noch keine Derby-Niederlage hinnehmen.

Hingegen besteht weiterhin der Heim-Fluch der Barockstädter. Seit dem 7. Oktober 2020 warten die Fulda-Lehnerzer auf einen Sieg auf heimischen Geläuf. Dabei hätte es gegen Johannesberg gelingen können. Die Gäste waren zwar über weite Teile die bessere Mannschaft, doch wie aus dem Nichts kamen die Hausherren zur Führung. Kirche Ristevski legte Arnis Mulaj im Strafraum – Keanu Banh blieb cool (29.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt, war Johnannesberg doch griffiger in den Zweikämpfen und hatte das Gros an Chancen. Wenn es gefährlich wurde, ging's über die rechte Seite und somit Niklas Odenwald. Doch der Kapitän verpasste einige Torgelegenheiten, zudem war Weisbäcker mehrmals auf seinem Posten. Und was wäre wohl passiert, hätte Constantin Drimalski kurz vor der Pause nicht den Pfosten getroffen, sondern auf 2:0 gestellt (43.)? Die Gäste antworteten prompt, Lukas Schwarz stand goldrichtig und nutzte Weisbäckers Fauxpas zum Ausgleich (45.+3).

Das Remis zur Pause ging in Ordnung, nach der Pause belohnte sich Odenwald schließlich. Der Kapitän ergaunerte sich am gegnerischen Strafraum den Ball, sein Linksschuss schlug perfekt ein (55.). Das Spiel war gedreht – und die SGJ musste einzig den Schreckmoment durch Mulaj verkraften, als der Youngster wohl zu überrascht war, als SGJ-Keeper Johannes Kreis den Ball nicht festhalten konnte (64.). Fortan war die Karamatic-Elf bestimmend und hätte früher für klare Verhältnisse sorgen müssen. Nikola Milankovic wollte einfach nicht schießen (72.), Odenwald scheiterte an Weisbäcker und Patrise Gjocaj gelang das Kunststück, aus wenigen Metern das leere Tor zu verfehlen und nur die Latte zu treffen (84.). Seinen Fehler machte er beim 3:1 wieder gut, traf im Nachsetzen, nachdem Leon Maierhof noch vergab (87.). Odenwald traf obendrauf das leere Tor aus 40 Metern nicht und eine Ristevski-Flanke klatschte auf die Latte.

Die Statistik:

SG Barockstadt II: Weisbäcker; Drimalski, Banh, Weitzel, Hartwig – Kocak, Vinojcic – Jakob (69. Queiros), Mulaj (75. Behr), Piechutta – Zenuni.
SG Johannesberg: Kreis; L. Schwarz, Srsen, Hartung (65. Milenkovski), Ristevksi – Milankovic – Odenwald, Butsch (79. Maierhof), Köpf (46. Grosch), Gjocaj – da Silva.
Schiedsrichter: Fabian Bierau (VfL Biedenkopf).
Zuschauer: 140.
Tore: 1:0 Keanu Banh (29., Foulelfmeter), 1:1 Lukas Schwarz (45.+3), 1:2 Niklas Odenwald (55.), 1:3 Patrise Gjocaj (87.).

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