Der ehemalige Borussen-Coach Klaus Dörner hat mit der JSK Rodgau noch Chancen auf den Titel in der Verbandsliga Süd. Foto: Charlie Rolff
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Der ehemalige Borussen-Coach Klaus Dörner hat mit der JSK Rodgau noch Chancen auf den Titel in der Verbandsliga Süd.

Der Odenwald ruft

Einen Dreikampf um den Titel wird es in diesem Jahr in der Verbandsliga Süd geben. Nach der Hälfte der Runde trennt das Trio aus Unterflockenbach, Bornheim und Rodgau nur vier Punkte.

Der Spitzenreiter aus Unterflockenbach ist das Maß aller Dinge. Der 500-Einwohner-Ort aus der Gemeinde Gorxheimertal steht für den Inbegriff solider Arbeit. Seit nunmehr 17 Jahren ist dort Mirko Schneider als Trainer tätig. Im Odenwald ist man drauf und dran, an die Tradition ehemaliger Hessenligisten aus der Nachbarschaft wie Mörlenbach oder Wald-Michelbach anzuknüpfen.

Manch ein Hessenligist wird ob der drohenden Entfernungen schon die Stirn runzeln. Von Fulda aus sind es beispielsweise 181 Kilometer, sollte Vellmar aufsteigen, müsste der OSC über 280 Kilometer anreisen – einfache Strecke wohlgemerkt.

Doch die Fahrt lohnt sich: Neben einem herrlichen Ausblick von der leicht erhöhten Tribüne über den vorderen Odenwald erwartet den Gast vor allem eines: guter Fußball. „Star“ des Teams ist Nico Hammann. Der 33-jährige Ex-Profi verlebte seine stärkste Zeit beim 1. FC Magdeburg und kam im Sommer vom Regionalligisten Astoria Walldorf. Dort spielte auch der beste Torschütze Linus Hebling. Der 20-Jährige kam ebenfalls vor einem halben Jahr aus der dortigen U23 und rockt seitdem die Verbandsliga Süd mit schon 26 Saisontreffern.

Weitere Sommer-Neuzugänge wie Nils Eckstein (U19 Waldhof Mannheim) oder Ilias Tzimanis (Wormatia Worms) zeigen das Einzugsgebiet der Unterflockenbacher, die sich gerne in den benachbarten Regionen Heidelberg und Mannheim bedienen.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn die Zielsetzung war mit Platz eins bis vier klar abgesteckt. Wie es auf dem Kunstrasen in Unterflockenbach laufen kann, bekam unter anderem das Team vom SV der Bosnier zu spüren. 12:3 gewann der Ligaprimus diese Begegnung.

Zerstören können den Traum von der Hessenliga noch die Verfolger der SG Bornheim, mit ihrem Trainer Sascha Volk und Spielern wie Tim Fließ, oder die JSK Rodgau, die vom ehemaligen Borussen-Coach Klaus Dörner trainiert wird.

Die gleichen Stationen hatte unter anderem als Spieler auch Artug Özbakir. Nun ist der einstige Abwehrspieler (39) Trainer im Frankfurter Gallusviertel und rangiert mit dem FFV Sportfreunde im Mittelfeld. Ebenfalls im Mittelfeld spielt der ehemalige Keeper des SV Neuhof, Dogus Albayrak, mit seinem jetzigen Club Spvgg. Oberrad. Dagegen geht es für Dario Stange (einst Flieden) und Baris Özdemir (einst Neuhof) mit Traditionsverein Rot-Weiß Frankfurt ums nackte Überleben.

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