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Enis Dzihic neuer Trainer bei Bosnien

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Enis Dzihic ist neuer Trainer beim SV BKC Bosnien. Foto: Marcel Lorenz
Enis Dzihic ist neuer Trainer beim SV BKC Bosnien. © Marcel Lorenz

Der Frankfurter Süd-Verbandsligist SV BKC Bosnien hat sich im gegenseitigen Einvernehmen von seinem Trainer Husein Velagic getrennt. Der Club überwintert nach 19 Saisonspielen mit 17 Punkten auf einem Abstiegsplatz und weist fünf Zähler Rückstand auf das rettende Ufer auf. Als Nachfolger konnten die Bosnier mit Enis Dzihic einen bekannten Trainer aus der Region für die Mission Klassenerhalt gewinnen.

BKC-Pressesprecher Admir Malohodzic betont, dass die Trennung nichts mit den hohen Niederlagen in den Spielen vor der Winterpause zu tun habe. Bei den Spitzenteams in Unter-Flockenbach (3:12) und in Bornheim (1:6) waren die Bosnier böse unter die Räder gekommen. "Wir wollten der Mannschaft einen neuen Impuls geben, um ihr in dieser schwierigen Situation zu helfen. Velagic bleibt dem Verein verbunden, wir sind ihm für seine geleistete Arbeit sehr dankbar. Er war als Co-Trainer und Trainer maßgeblich an unseren Aufstiegen der letzten Jahre beteiligt", stellte Malohodzic klar. Mit Enis Dzihic soll beim Frankfurter Verein aus dem Gallus nun ein neuer Kurs eingeschlagen werden.

Der ehemalige Stürmer spielte in seiner aktiven Karriere unter anderen beim VfR Mannheim, Rot-Weiß Erfurt, SV Wehen und FSV Frankfurt. Als Trainer war er bislang bei der SG Anspach, der SG Ober-Erlenbach, Vatanspor Bad Homburg, TuS Merzhausen, Sportfreunde Friedrichsdorf und DJK Bad Homburg ausschließlich im Hochtaunus-Kreis beschäftigt. Auf den 47-Jährigen hatten die Bosnier schon seit geraumer Zeit ein Auge geworfen. "Wir kennen uns schon ewig und da Dzihic unser Landsmann ist, standen wir schon länger im Kontakt. Er ist ein erfahrener Trainer, der Fußball versteht und so einen Mann benötigen wir in unserer Situation. Er ist absolut der richtige Mann, um uns vor dem Abstieg zu retten", begründet Malohodzic die Verpflichtung des Ex-Profis.

Fußballer aus elf Nationen

"Er ist hochmotiviert, um uns zu helfen. Durch seine Fachkenntnisse werden alle profitieren", ist Malohodzic überzeugt. Der Klassenerhalt ist an der Ackermannwiese von fundamentaler Bedeutung. Der Verein mit den bosnischen Wurzeln, bei dem Fußballer aus elf Nationen gegen den Ball treten und der derzeit die eigene Jugendarbeit durch die Fertigstellung der modernisierten Sportanlage weiter ausbaut, möchte im Jahr 2022 sein 30-jähriges Jubiläum im Sommer als Verbandsligist feiern. 1992 hatte der Club als KSG Bosnien-Herzegowina in der C-Klasse angefangen und erst 2016 als Vizemeister der Kreisoberliga den Gruppenliga-Aufstieg geschafft.

Seit 2019 spielen die Bosnier in der zweithöchsten hessischen Amateurklasse, wo sie in den letzten beiden Jahren von der coronabedingten Aussetzung des Abstieges profitierten. Unter der Regie von Enis Dzihic soll im Frühjahr erstmals der sportliche Klassenverbleib erreicht werden. "Das ist ein gut geführter Verein, der sich kontinuierlich weiterentwickelt und sich in der Jugendarbeit breiter aufstellt. Ich bin kein Magier, aber habe gewisse Vorstellungen vom Fußball. Mir gefällt es, mit jungen Spielern Power-Fußball zu spielen. Nach einem Jahr Pause wird es für mich wieder Zeit, an der Seitenlinie zu stehen", freut sich der A-Lizenz-Inhaber auf seine neue Wirkungsstätte.

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