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VfB Marburg und 1960 Hanau blicken gen Hessenliga

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Von: Ralph Kraus

Dominik Emmel FV Bad Vilbel
Was ist nur mit Dominik Emmel und dem FV Bad Vilbel los? Nach dem Abstieg aus der Hessenliga läuft es in der Verbandsliga Süd gar nicht rund. © Charlie Rolff

Seit knapp zwei Monaten laufen die drei Verbandsligen wieder auf Hochtouren. Zeit, um einen Blick in die beiden Staffeln Mitte und Süd zu werfen.

13 ehemalige Hessenligisten tummeln sich in den beiden Ligen. Vier Teams davon in der Mitte-Staffel – und zwei davon führen die Tabelle an. Der VfB Marburg rangiert hier vor dem SV Zeilsheim, der sich nach dem Abstieg im Sommer gut erholt zu haben scheint. Zeilsheim wird von einem alten Bekannten betreut. Max Martin hatte den Trainerjob an der Lenzenbergstraße im Januar übernommen, stieg mit der Mannschaft ab und bastelt nun am Neuaufbau. Vorher war der 40-Jährige unter anderem Coach bei Rot-Weiß Walldorf und Viktoria Urberach. Überragender Akteur ist bisher Abdussamed Gürsoy als Anführer der Zeilsheimer Tormaschinerie. Der SVZ knipste 30 Buden in neun Spielen, Gürsoy steuerte 13 Treffer bei.

VfB Marburg und SC 1960 Hanau bald in der Hessenliga?

Derbysieger durfte sich am vergangenen Wochenende Spitzenreiter VfB Marburg nennen. Die „Schimmelreiter“ besiegten im Stadion an der heimischen Gisselberger Straße den ambitionierten Nachbarn Sportfreunde Blau-Gelb Marburg klar mit 4:1. Gecoacht wird der VfB vom Brasilianer Fabio Eidelwein (spielte für Stadtallendorf, Wetzlar, Darmstadt 98, Waldgirmes). Kapitän ist Matthias Pape, der zuvor drei Jahre für Eintracht Stadtallendorf am Ball war.

Im Tabellenmittelfeld rangiert der FV Biebrich 09. Das Team aus dem Wiesbadener Stadtteil brachte vor langer Zeit Jürgen Grabowski und Gerd Klier hervor, die dann gemeinsam im Jahr 1965 zur Frankfurter Eintracht wechselten. Heute ist Nazir Saridogan „der“ Name des Clubs. Mittlerweile 44 Jahre alt, spielte Saridogan unter anderem für Wehen Wiesbaden, Darmstadt 98 und die Kickers aus Offenbach hochklassig Fußball.

Ex-Hessenliga-Clubs Bad Vilbel und Ginsheim mit katastrophalem Start in der Verbandsliga Süd

Wie schnell es bergab gehen kann, erleben in der Verbandsliga Süd aktuell der FV Bad Vilbel und der VfB Ginsheim. Gerade erst aus der Hessenliga abgestiegen, droht der „Durchmarsch“ bis in die Gruppenliga. Ginsheim wartet nach neun Spielen noch immer auf den ersten Sieg und ist Vorletzter, Bad Vilbel hat zumindest schon einen Dreier aus neun Partien eingefahren, als das abgeschlagene Schlusslicht und Barockstadts Hessenpokalgegner Dersim Rüsselsheim 5:1 geputzt wurde.

Bei Vilbel wundert die Talfahrt vor allem deshalb, weil nach dem Abstieg das Korsett zusammen blieb. Neben Trainer Amir Mustafic waren auch Leute wie Keeper Robin Orband, Dominik Emmel, Alexander Bauscher, Thorbe Knauer, Visar Gashi, Kapitän Vladimiros Safaridis oder Jonas Grüter letzte Runde schon am Niddasportfeld am Ball.

Barockstadts Hessenpokalgegner noch punktlos in der Verbandsliga

Gleiches gilt für den VfB Ginsheim. Trainer Ermin Melunovic ist geblieben, dazu Leute wie Kapitän Daniel Thur, Eray Öztütk, Matthias Menneck oder Giovanni Speranza. Dennoch läuft beim VfB derzeit wenig zusammen.

Weiter ohne jeden Punkt ist Dersim Rüsselsheim. Während im Bitburger-Hessenpokal die Hessenligisten Eddersheim (1:0) und Viktoria Griesheim (2:1) aus dem Wettbewerb befördert wurde, steht der Achtelfinalgegner der SGB im Ligabetrieb komplett neben sich.

An der Spitze liegt nach nicht ganz einem Drittel der Saison der SC Hanau 1960 – nicht zu verwechseln mit 1860 Hanau, dem Jugendclub von Rudi Völler. Die Hanauer stehen mit sechs Siegen und drei Remis ungeschlagen ganz vorne. Auf den Fersen bleibt den Hanauern Rot-Weiß Darmstadt und der VfR Fehlheim, der vergangenes Wochenende das Topspiel und Verfolgerduell mit dem ehemaligen Hessenligisten Eintracht Wald-Michelbach 3:2 gewann.

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