Pars-Vereinsgründer Sasan Tabib konnte einen neuen Trainer für die Mammutaufgabe Klassenerhalt gewinnen. Foto: Charlie Rolff
+
Pars-Vereinsgründer Sasan Tabib konnte einen neuen Trainer für die Mammutaufgabe Klassenerhalt gewinnen.

Siar Daudi neuer Trainer bei Pars Neu-Isenburg

Beim abstiegsgefährdeten Süd-Verbandsligisten SV Pars Neu-Isenburg ist mit Siar Daudi ein neuer Trainer installiert worden, der die hochgehandelte Mannschaft von Vereinspräsident Sasan Tabib vor dem Abstieg in die Gruppenliga retten soll. Nur elf Punkte stehen zur Winterpause zu Buche, ebenso groß ist der Rückstand auf das rettende Ufer.

Dabei stehen tolle Fußballer in den Reihen des Clubs von Vereinsgründer Sasan Tabib, in dessen Wappen der Slogan "Vielfalt verbindet" zu lesen ist. Begonnen hatte Pars als Firmenteam von Tabibs Unternehmen "ChipOne" in der C-Klasse Offenbach (2014/15), danach folgten im rasanten Tempo fünf Aufstiege in sechs Jahren bis in die Verbandsliga Süd. Nach Rang acht in der abgebrochenen Vorsaison galt die Mannschaft eigentlich als Mitfavorit auf den Hessenliga-Aufstieg. Erfahrene Spieler wie Dominique Jourdan, Salvatore Bari (einst Hessenliga-Torschützenkönig), Milad Salem oder Younes Idrissi (2007/08 bei Borussia Fulda, 2017/18 bei der SG Bad Soden) tummeln sich im Kader des in Zeppelinheim spielenden Clubs, doch aus unterschiedlichen Gründen wollte es einfach nicht laufen.

Sechs Niederlagen zum Auftakt ließen die Neu-Isenburger an das Tabellenende abstürzen, der erste Saisonsieg gelang erst Ende September mit dem 2:1-Sieg bei Rot-Weiß Darmstadt. Drei Siege und zwei Remis konnten bis zur Winterpause nur verbucht werden - Platz 16 und elf Zähler Rückstand zum rettenden Ufer. Mit Daudi konnte nun ein Trainer verpflichtet werden, dessen Arbeit der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz von Rot-Weiss Frankfurt bestens kennt. Dort durchlief der 32-jährige von der U13 bis zur U19 sämtliche Jugendmannschaften auf Hessenliga-Niveau und prägte die Jugendarbeit am Brentanobad, ehe Daudi im Sommer 2020 die Erste Mannschaft der "Roten" übernahm.

Mammutaufgabe Klassenerhalt

Dort kam es im November 2021 zur Trennung, sodass Daudi frei für neue Aufgaben war. Der begehrte Coach bekam auch sofort Anfragen von Gruppen- bis Hessenligisten, jedoch wollte er eigentlich bis zum Sommer pausieren, da er erst kürzlich Familienvater geworden ist. "Das Konzept von Pars hat mich angesprochen. Ich soll hier kein Feuerwehrmann sein, sondern ein langfristiges und spannendes Projekt leiten", erklärt der Coach. Über die Schwere des Vorhabens ist sich Daudi im Klaren: "Das wird eine Mammutaufgabe, auch wenn es machbar ist. Wir haben alles selbst in der Hand, von daher bin ich zuversichtlich", merkt der neue Trainer an, dessen Vorgänger Dejan Alempic zwar noch im Trainerteam sein wird, aber vorrangig wieder auf dem Platz stehen soll.

"Meine Hauptaufgabe ist nun, den Spielern den Spaß am Fußball neu zu vermitteln. Wir haben tolle Fußballer, die höherklassig gespielt haben." Im ersten Pflichtspiel am 23. Februar bekommt es der SV Pars Neu-Isenburg im Rahmen des Hessenpokal-Achtelfinales mit dem Regionalligisten FSV Frankfurt zu tun, ehe die Verbandsliga-Runde am 6. März mit dem Auswärtsspiel bei Germania Ober-Roden fortgesetzt wird. "Ich bin kein Phantast und elf Punkte sind eine Menge Holz. Aber ich sehe großes Potenzial in der Mannschaft", sagt Daudi. Welches unter seiner Regie endlich auch konstant in die Tat umgesetzt werden soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema